BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Maas macht Hoffnung auf Sommerurlaub und warnt vor Wettbieten | BR24

© BR

Ferien in Europa sollen möglich sein: Deutschland hat sich mit wichtigen EU-Urlaubsländern auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Ein Wettbewerb um Touristen solle es aber nicht geben, an erster Stelle stünden gesundheitliche Fragen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Maas macht Hoffnung auf Sommerurlaub und warnt vor Wettbieten

Ferien in Europa sollen möglich sein: Deutschland hat sich mit wichtigen EU-Urlaubsländern auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Ein Wettbewerb um Touristen solle es aber nicht geben, an erster Stelle stünden gesundheitliche Fragen.

Per Mail sharen

Die Chancen auf Urlaub am Mittelmeer steigen: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) verständigte sich am Montag mit seinen Kollegen aus zehn der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen darauf, auf eine Öffnung der Grenzen für Touristen bis zum Sommerbeginn hinzuarbeiten.

Coronavirus: alles Wissenswerte finden Sie hier

Er hoffe, dass die noch bis zum 14. Juni geltende weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes anschließend durch Reisehinweise zu den einzelnen Ländern ersetzt werden könne, sagte Maas. Auf deren Grundlage könne dann jeder entscheiden, "wo man hinfahren kann, was einen da erwartet und wo man besser in diesem Sommer noch nicht hinreisen sollte".

Gesundheitliche Fragen stehen an erster Stelle

Sicherheit steht für den Bundesaußenminister dabei an erster Stelle, er mahnt zur Vorsicht und bremst: Auch wenn viele Länder vom Tourismus abhängig seien - man wolle kein europäisches Wettbieten um Touristen in Europa und baue an einer gemeinsamen, harmonisierten Lösung. Eine Hauptrolle spiele dabei, wie das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Ländern aussehe. Gesundheitliche Fragen kämen an erster Stelle, vor Geschäftsinteressen, stellte Maas klar.

Maas stellt klar: Keine schnelle Rückkehr zum "Business as usual"

Der Außenminister warnte vor der Illusion, dass es nach den wochenlangen Grenzschließungen wegen des Coronavirus eine schnelle Rückkehr zum "Business as usual" geben könne. In allen europäischen Urlaubsländern werde es im Sommer Einschränkungen geben, auf die Reisende sich einstellen müssten - beispielsweise an Stränden, in Restaurants und Innenstädten.

An der Videokonferenz nahmen Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien teil. Frankreich und die Schweiz fehlten, weil sie am Mittwoch bei einer weiteren Videokonferenz auf Einladung Maas' mit den Nachbarländern Deutschlands dabei sind. Österreich entschied sich als einziges Nachbarland, an beiden Konferenzen teilzunehmen.

Gesprochen wurde laut Maas bei der Konferenz auch über die Aufhebung von Quarantänebestimmungen in den verschiedenen Ländern. Ergebnisse nannte er dabei noch nicht. Voraussichtlich in zwei Wochen werde es eine erneute Videokonferenz der Außenminister geben, kündigte Maas an.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!