BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Lufthansa und Gewerkschaft UFO einigen sich auf Sparpaket | BR24

© BR

Die Aktionäre der Lufthansa entscheiden heute darüber, ob sie den Staat als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht. Unterdessen gelang der Lufthansa eine Einigung über ein weitreichendes Sparkpaket mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Lufthansa und Gewerkschaft UFO einigen sich auf Sparpaket

Der Lufthansa-Konzern hat sich mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO auf ein umfassendes Sparpaket verständigt. Es beinhaltet unter anderem einen vierjährigen Kündigungsschutz. Im Gegenzug verzichten die Kabinenmitarbeiter auf Teile des Lohns.

Per Mail sharen
Von
  • Florian Haas

Kurz vor der außerordentlichen Hauptversammlung der Lufthansa hat sich die Airline mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO auf ein Sparpaket in der Corona-Krise verständigt. Das Paket umfasst einen vierjährigen Kündigungsschutz, wie die Gewerkschaft am Abend mitteilte.

Einsparvolumen: Mehr als eine halbe Milliarde Euro

Außerdem soll bis Ende 2023 mehr als eine halbe Milliarde Euro eingespart werden. Ein großer Teil davon komme aus freiwilligen Maßnahmen; so werden Lufthansa zufolge Vergütungsanhebungen ausgesetzt. Auch die Zahl der Flugstunden soll bei entsprechend weniger Lohn reduziert werden. Überdies sollen Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung befristet verringert werden.

In einer Mitteilung der finanziell schwer angeschlagenen Airline hieß es, mit dem jetzt beschlossenen Krisenpaket könne das Unternehmen für die 22.000 Kabinenmitarbeiter der Deutschen Lufthansa AG betriebsbedingte Kündigungen für den Zeitraum der Krise vermeiden.

Auch bei UFO zeigte man sich zufrieden. Gewerkschaftschef Daniel Fohr sagte, der angekündigte Personalabbau werde nicht nur ohne Kündigungen in der Kabine auskommen: "UFO und Lufthansa beweisen nach Jahren heftiger Auseinandersetzungen nun verantwortungsvolle Einigungs- und Handlungsfähigkeit."

Mit anderen Gewerkschaften steht eine Einigung noch aus

Dem vereinbarten Paket müssen die UFO-Mitglieder noch im Rahmen einer in Kürze startenden Urabstimmung zustimmen. Vereinbarungen mit den anderen Gewerkschaften stehen bisher noch aus. Trotz eines höheren Angebots an Einkommenseinbußen der Lufthansa-Piloten haben sich die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Lufthansa noch nicht auf ein Krisenpaket geeinigt.

Die Aktionäre der Lufthansa stimmen bereits heute auch über das neun Milliarden schwere staatliche Rettungspaket für die von der Corona-Krise hart getroffene Airline ab. Es wird nach dem Ende einer wochenlangen Zitterpartie voraussichtlich eine Mehrheit finden, auch weil der zuletzt skeptische Großaktionär Heinz Hermann Thiele sein Einverständnis geben will. (Mit Material von Reuters)

© BR24

Die Lufthansa-Mitarbeiter zeigten sich heute erleichtert. In der Nacht hatte sich die Flugbegleitergewerkschaft UFO mit der Konzernspitze auf einen Kompromiss für das Rettungspaket geeinigt.

Sie wollen nichts verpassen, worüber Bayern spricht? Dann abonnieren Sie jetzt den neuen BR24-Newsletter. Er fasst für Sie das Wichtigste vom Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Feierabend. Hier geht es zur Anmeldung.