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Lufthansa-Logo vor Abflugtafel

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    Lufthansa macht Piloten neues Angebot

    Die Lufthansa macht ihren seit drei Tagen streikenden Piloten ein neues Tarifangebot. Es sieht um 4,4 Prozent höhere Vergütungen, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern sowie die Zusage von Neueinstellungen vor, teilte die Airline mit.

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    Auch alle anderen Tarifthemen wie die Betriebs- und Übergangsrenten sollen in neuen Verhandlungen gelöst werden - möglicherweise mit Hilfe eines Mediators, wie Personalchefin Bettina Volkens erklärte. Verhandlungen könne man noch am Wochenende aufnehmen. Mit dem Angebot knüpfe man an Gespräche mit der Vereinigung Cockpit (VC) vom September an.

    Im Rahmen einer "Gesamtlösung" könne man den Piloten eine "stärkere Vergütungserhöhung" als bislang anbieten, erklärte Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens. Ermöglicht würde die stärkere Anhebung, "weil wir an anderer Stelle - beispielsweise im Zuge einer modernisierten Altersversorgung - zu Einsparungen kämen." Angeboten werde eine "umfassende Gesamtlösung" für verschiedene strittige Tarifthemen.

    Ausscheidealter soll auf 60 Jahre steigen

    Dazu gehört auch die sogenannte Übergangsversorgung. Bisher können die Lufthansa-Piloten mit 55 Jahren in einen bezahlten Vorruhestand gehen. Nun bietet die Fluggesellschaft an, das System "grundsätzlich" beizubehalten, das durchschnittliche Ausscheidealter aber bis 2018 auf 60 Jahre anzuheben. Die neuerliche Vorlage sei verbunden mit dem "Vorschlag einer umfassenden Mediation zu allen offenen Tarifverträgen". Lufthansa sei "jederzeit" zu Verhandlungen bereit.

    Gewerkschaft will Offerte prüfen

    Die Gewerkschaft erklärte, man werde das Angebot prüfen und sich noch am Abend dazu äußern. Zuvor hatte die VC noch einmal den Druck auf das Unternehmen erhöht. Ein Ende des Arbeitskampfes sei nicht absehbar, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg. Erklärtes Ziel der Piloten sei es, von der Lufthansa ein verhandlungsfähiges Angebot zu erhalten. Sobald dieses vorliege, könne der Arbeitskampf beendet werden.