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Luftangriff in Libyen: Dutzende Tote in Migrantenlager | BR24

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Der Machtkampf in Libyen hat eine neue blutige Dimension bekommen: Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager bei Tripolis sind in der Nacht zum Mittwoch Dutzende Menschen getötet und verletzt worden.

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Luftangriff in Libyen: Dutzende Tote in Migrantenlager

Bei einem Luftangriff auf Libyens Hauptstadt Tripolis ist ein Migrantenlager getroffen worden. Dabei wurden mindestens 35 Menschen getötet und weitere verletzt. Sie sollen von der afrikanischen Westküste stammen.

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Beim bislang tödlichsten Angriff seit der von General Chalifa Haftar angeordneten Offensive auf Tripolis ist ein Gefangenenlager für Migranten getroffen worden. Mindestens 35 Menschen wurden dabei getötet, 70 Menschen verletzt, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Ein Sprecher der libyschen Gesundheitsbehörden hatte zunächst von 40 Toten und 80 Verletzten gesprochen.

UNHCR "extrem besorgt" über Angriff

In dem getroffenen Lager in einem östlichen Vorort von Tripolis seien mehr als 600 Menschen unterschiedlicher Herkunft interniert, hieß es. Dem Sender Al Jazeera zufolge stammen die Getöteten aus dem Sudan, Eritrea und Somalia.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) äußerte sich "extrem besorgt" über den Luftangriff auf das Lager. "Zivilisten sollten nie als Ziele genommen werden", twitterte die libysche Abteilung des UNHCR.

Machtkampf um die Hauptstadt

In einer Mitteilung machte die von den Vereinten Nationen unterstützte libysche Regierung die selbst ernannte Libysche Nationalarmee (LNA) von General Haftar für den Luftangriff verantwortlich.

In Libyen gibt es zwei rivalisierende Regierungen: Haftar hat weite Teile des Landes unter seine Kontrolle gebracht und im April eine Offensive zur Eroberung der Hauptstadt befohlen. Auch die Regierung von Ministerpräsident Fajis Al-Sarradsch beansprucht die Macht für sich, jedoch hat sie über Tripolis hinaus kaum Einfluss. Beide Seiten werden jeweils von Milizen unterstützt.