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Ein Volkswagen ID.3 verlässt zur Auslieferung ein Parkhaus mit weiteren Neuwagen im Zwickauer Volkswagen-Werk.

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    Lockdown: Ruhetage vor Ostern sorgten für Unruhe

    Der Verband der Automobilindustrie hatte vor den Folgen des "Oster-Lockdowns" gewarnt. Zahlreiche Landespolitiker verteidigten aber die Maßnahmen. Doch schon nach einem Tag hat Bundeskanzlerin Merkel die "Ruhetage" an Ostern wieder zurückgenommen

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    Von
    • Kai Küstner

    Aktualisierter Artikel nach dem Rückzieher von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Ruhetagsregelungen am 24.03.2021

    Die geplante Osterruhe sorgte vorerst für jede Menge Unruhe: So sollte es beim sogenannten Autogipfel am Abend vorrangig um Klimaziele und Elektromobilität gehen. Doch die Industrie hatte auch viele Fragen an die Bundesregierung zu den Ostertagen: "Plötzliche Betriebsstillegungen sind für eine international vernetzte Wirtschaft nicht darstellbar", warnte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, VDA, Hildegard Müller.

    Politik verteidigte die Beschlüsse gegen jegliche Kritik

    Die jüngste Bund-Länder-Runde zu den Anti-Corona-Maßnahmen hatte Gründonnerstag und Karsamstag zu Ruhetagen erklärt. Was das im Detail bedeute, war nicht endgültig geklärt. Die gesetzliche Grundlage muss das Bundesinnenministerium erst noch liefern, hieß es. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch die "Ruhetage" nach nur einem Tag schon wieder zurückgenommen und sich dafür entschuldigt.

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte zuvor in den ARD-Tagesthemen die Beschlüsse verteidigt: "absolut unpopulär" sei die fünftägige Ruhezeit über Ostern, gab der CDU-Politiker zu, umso wichtiger sei es nun zu vermitteln, warum diese notwendig sei: "Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden", so Kretschmer wörtlich. "Das wird uns diese Viruserkrankung nicht verzeihen."

    Auch andere Landeschefs verteidigten die Beschlüsse: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hält es für möglich, mithilfe der Ruhetage die neue Corona-Welle zu brechen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält die Maßnahmen für geeignet, den steilen Anstieg zu beenden, wie er im ZDF sagte.

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