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Die Tiroler Fahne.

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    Lockdown light - Streit um Tirol ergebnislos vertagt

    In Österreich tobt der Streit um die hochansteckenden Virus-Varianten in Tirol. Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Tirols Landeshauptmann Günther Platter fanden bis in die Nacht nicht zusammen und vertagten sich.

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    • Andrea Beer

    Beim Streit um die Virus-Varianten einigten sich Tirol und Wien in der Nacht nicht einmal auf Zahlen. Laut Tirol wurden bisher 165 Fälle bestätigt, nur acht davon aktiv positiv. Laut Gesundheitsministerium sind es bisher rund 290 Fälle. Der Tiroler Widerstand gegen Sonderregeln ist enorm. Man wolle gleich behandelt werden wie alle, so der einflussreiche Präsident der Wirtschaftskammer Christoph Walser.

    Damit bleibt zunächst weiter unklar, ob es spezielle Maßnahmen für das Bundesland Tirol geben wird. Die Verhandlungen dazu wurden schließlich vertagt. In Tirol war die ansteckendere Südafrika-Variante des Coronavirus vermehrt aufgetreten. Daher forderten Wissenschaftler eine schnelle Isolierung einzelner Orte oder des ganzen Bundeslandes an der Grenze zu Deutschland, um die Verbreitung der Mutation zu unterbinden. Tirols Regierung wehrte sich aber lautstark gegen jede neue Maßnahme. Eine Entscheidung wird nun im Lauf des Montags erwartet.

    Normalbetrieb in Kindergärten und Grundschulen

    Die Lockerungen in Österreich sehen unter anderem folgendes vor: Kindergärten und Grundschulen wechseln in den Normalbetrieb. Alle anderen lernen zeit- und tagesversetzt in Schichten. Kommen dürfen nur Schüler mit einem negativen Test. Mit einem maximal 48 Stunden alten Negativergebnis ist auch Haare schneiden, Pediküre oder Massagen wieder möglich. Viele Bürger nutzten bereits kostenlose Test-Möglichkeiten.

    Auch Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Pro Kunde im Laden sind 20 Quadratmeter vorgeschrieben und FFP2- Masken-Pflicht. Statt einem Meter Abstand gelten nun zwei.

    Virologen warnen vor steigenden Infektionszahlen

    Viele Virologen lehnen den lockeren Lockdown ab und warnen vor steigenden Infektionszahlen. Öffnungs-Kritiker befürchten zudem einen Run auf Sonderangebote. Die Einreise nach Österreich wird strenger geregelt als bisher. Ab Mittwoch muss sich registrieren und einen Negativtest vorweisen. Die zehn Tage Quarantäne kann man mit einem zweiten Negativtest um fünf Tage abkürzen. Berufspendler müssen sich nun jede Woche testen lassen. Kritik an der Öffnung kam unter anderem aus Deutschland. Das Innenministerium kündigte intensivere Grenzkontrollen an.

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    BAYERN 3 am Morgen

    Von
    • Andrea Beer
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