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BR24 live seit 18 Uhr: Papst-Segen wegen Corona

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie spendet Papst Franziskus heute auf einem menschenleeren Petersplatz den traditionellen Ostersegen "Urbi et Orbi" für Gläubige weltweit. Der BR überträgt die Zeremonie live seit 18 Uhr.

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"In diesen Tagen der Prüfung, während die Menschheit vor der Bedrohung durch die Pandemie zittert, möchte ich allen Christen vorschlagen, gemeinsam ihre Stimme zum Himmel zu erheben." Mit diesen Worten hat Papst Franziskus am vergangenen Sonntag in Rom weltweit zum gemeinsamen Gebet im Zeichen der Corona-Pandemie aufgerufen. An diesem Freitag wird Papst Franziskus auf dem menschenleeren Vorplatz des Petersdoms beten und danach von den Stufen der vatikanischen Basilika die Stadt Rom und den ganzen Erdkreis mit dem traditionellen Segen "Urbi et Orbi" segnen.

Zeremonie ohne Besucher, aber in Radio und Fernsehen

Wegen der Ausgangsbeschränkungen findet die Feier ohne Teilnehmer statt. Der Petersplatz fasst zu Feierlichkeiten sonst um die 100.000 Besucher. Der Papst rief bei seiner Ankündigung am Sonntag Katholiken in aller Welt auf, sich dem Gebet im Geist anzuschließen. Zahlreiche internationale Radio- und Fernsehsender, darunter auch das BR Fernsehen übertragen die einstündige Zeremonie live um 18 Uhr.

Seltene Zeremonie

Normalerweise spendet das katholische Kirchenoberhaupt den Segen nur zu Weihnachten und Ostern, sowie bei besonderen Anlässen wie etwa nach einer Papst-Wahl.

Wegen Corona: Urbi et Orbi bereits in der Fastenzeit

Angesichts der weltweiten Bedrohung durch das Corona-Virus erteilt ihn der Papst nun ausnahmsweise bereits in der Fastenzeit. Verbunden ist dieser feierliche Segen nach katholischer Lehre mit dem Erlass zeitlicher Sündenstrafen, eine Tilgung von Strafen, wie sie katholischen Gläubigen unter anderem in der Sterbestunde gewährt wird.

Nach am Donnerstag vom vatikanischen Presseamt verbreiteten Informationen hält Franziskus eine Mediation zu einem Text aus dem Evangelium. Danach wird er vor der Marienikone "Salus populi Romani" und einem mittelalterlichen Kruzifix beten. Beide Bildwerke sind mit der Erinnerung an überstandene Notlagen in Rom verbunden und stehen bei römischen Gläubigen in hoher Verehrung. Sie wurden aus der Basilika Santa Maria Maggiore und der Kirche San Marcello al Corso eigens in den Vatikan gebracht. Das Kreuz von San Marcello, ein aus dem 14. Jahrhundert stammendes lebensgroßes Abbild Jesu, war während einer Epidemie 1522 in Bittgängen durch Rom getragen worden, bis die Seuche nach 16 Tagen abebbte. Die Ursprünge der Ikone "Salus populi Romani" - "Heil des römischen Volkes" - reichen nach Auffassung von Wissenschaftlern in die byzantinische Zeit zurück; die dargestellte Madonna gilt als Schutzpatronin Roms. Beide Bildnisse hatte Franziskus am 15. März in einer privaten Wallfahrt besucht, um ein Ende der Pandemie zu erflehen.

Papst betet regelmäßig für Corona-Betroffene

Seit der Ausweitung der Krise in Italien Anfang März betet Franziskus in seinen Messen regelmäßig für Betroffene der Corona-Pandemie. In Anbetracht der besonderen seelsorglichen Situation setzte er die Bedingungen für den Empfang des Bußsakraments und den Erhalt von Ablässen stark herab.

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