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Özlem Alev Demirel

Soziale Mindeststandards auf EU-Ebene: Dafür will sich die Linkspartei im künftigen Europaparlament einsetzen. Die Europäische Union sei eine der größten Volkswirtschaften der Welt, betonte Spitzenkandidatin Özlem Alev Demirel. Gleichzeitig leiste sich die EU aber eine riesige Armut: "112 Millionen Menschen sind von Armut betroffen, jeder Fünfte von Altersarmut und auch die Wohnungslosigkeit steigt. Und da sagen wir als Linke, das kann so nicht weitergehen", so Demirel.

Für ein soziales Europa

Den Linken geht es laut ihrer Spitzenkandidatin in Deutschland um ein soziales Europa, "in dem Menschen, die hier arbeiten, auch von ihrer Arbeit leben können".

"Wir wollen ein Europa haben, das Frieden in der Welt stiftet und nicht selber aufrüstet ohne Ende und Milliarden verschleudert in große Flugzeugträger oder um Brücken panzerfest zu machen, wie es derzeit in der Europäischen Union gemacht wird. Wir wollen, dass Europa einen großen Beitrag dazu leistet, den Klimawandel endlich zu stoppen. Und wir wollen ein Europa der Menschen schaffen, in dem Menschen sich frei bewegen können, Freiheiten haben und nicht die Freiheiten der Konzerne im Vordergrund stehen." Özlem Alev Demirel

Enteignungen: Nicht der Oma ihr Häusle wegnehmen

Die Forderungen nach einer möglichen Enteignung von großen privaten Wohungsbaufirmen unterstützt die Linkenpolitikerin. Dabei gehe es ja nicht darum, "der Oma ihr Häusle sozusagen wegzunehmen oder auch irgendwelchen Familien ihre Wohnungen, die sie selber bewohnen oder vermietet haben." Es gehe vielmehr um große Immobilienunternehmen, die Wohnungseinheiten von über 3000 Wohnungen hätten und diese Wohnungen verfallen ließen während sie immer weiter die Mietpreise in die Höhe schraubten, so die Linken-Politikerin.