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Linke in Thüringen: "Mauer nach rechts wieder schließen" | BR24

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Die Gespräche heute in Thüringen mit Linkspartei, SPD, Grünen und der CDU gestalten sich für Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionschefin der Linkspartei in Erfurt, nicht leicht. Sie fordert von der CDU einen "Schulterschluss der Demokraten".

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Linke in Thüringen: "Mauer nach rechts wieder schließen"

Die Gespräche heute in Thüringen mit Linkspartei, SPD, Grünen und der CDU gestalten sich für Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionschefin der Linkspartei in Erfurt, nicht leicht. Sie fordert von der CDU einen "Schulterschluss der Demokraten".

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In die Thüringer Regierungskrise kommt Bewegung: Mehrere Fraktionen treffen sich zu gemeinsamen Gesprächen. Die Ausgangslage sei nicht einfach, betonte Susanne Hennig-Wellsow, die Fraktionschefin der Linken in Thüringen in der radioWelt auf Bayern 2.

"Es wird immer schwieriger, einen Verhandlungspartner oder eine Partnerin zu finden - beziehungsweise weiß man nie so genau, mit welchen Teilen der CDU man gerade verhandelt. Wir werden das heute probieren." Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionschefin der Linken in Thüringen

Geordnet in Neuwahlen gehen

Die CDU schickt laut der Linken-Politikerin eine Vierergruppe, die die Fraktion für das Gespräch bestimmt habe. Hennig-Wellsow: "Wie aussichtsreich das ist, werde ich heute Abend sehen, wenn ich den Abgeordneten mal in die Augen geschaut habe und sehen kann, wo wir da überhaupt stehen." Ihre große Hoffnung sei, eine Wahl von Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten hinzubekommen, "und damit zumindest eine Regierung bilden zu können, um dann geordnet in Neuwahlen zu gehen".

"Schulterschluss der Demokraten"

Hennig-Wellsow bietet der CDU an, "dass wir den Schulterschluss der Demokraten wiederherstellen und die Mauer nach rechts wieder schließen".

"Das wäre gesellschaftspolitisch das größte Angebot, das wir machen können und dass wir ja möglicherweise eine stabile Regierung Rot-Rot-Grün mit Duldung von CDU auf den Weg bringen können. Wenn das alles nicht funktioniert, dann gehen wir sofort in Neuwahlen." Susanne Hennig-Wellsow

Dafür jedoch brauche es eine Zweitdrittelmehrheit. Das zeige etwas von der Komplexität der Situation in Thüringen: "Wenn jetzt mit der CDU nichts geht und mit Teilen der FDP vielleicht doch, dann werden sich auch diese beiden Parteien erklären müssen, warum sie weiter diesen Stillstand und dieses Chaos aufrecht erhalten. Insofern ist hoffentlich zumindest der öffentliche Druck auf unserer Seite", so Hennig-Wellsow.

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