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Lindenberg stolz auf Namenspatenschaft für Menschenaffen "Udo" | BR24

© pa/Eventpress Golejewski

Udo Lindenberg auf der Bühne nach der Verleihung des Deutschen Radiopreis 2019 in der Elbphilharmonie in Hamburg. (Archivbild)

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Lindenberg stolz auf Namenspatenschaft für Menschenaffen "Udo"

Rockmusiker Udo Lindenberg fühlt sich geehrt von den Forschern, die den Sensationsfund im Ostallgäu nach ihm benannt haben. Für Lindenberg passt der Name "Udo" perfekt zu der bislang unbekannten Menschenaffenart.

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Udo Lindenberg ist stolz darauf, das das Fossil einer bislang unbekannten Menschenaffenart seinen Namen trägt. "Ich war schon immer ein Freund des aufrechten Gangs", sagte der 73-jährige Rockmusiker der Deutschen Presse-Agentur. Der Fossilien-Fund in Pforzen im Ostallgäu könnte die bisherige Sichtweise auf die menschliche Evolutionsgeschichte grundlegend in Frage stellen: Nach Einschätzung der Wissenschaftler weist "Udos" Skelett darauf hin, dass sich der aufrechte Gang in Europa statt in Afrika und früher als bislang angenommen entwickelt hat.

Knochen an Udo Lindenbergs 70. Geburtstag entdeckt

"Für die Wissenschaft ist es eine Sternstunde - für mich eine große Ehre", sagte der in Hamburg lebende Musiker. "Big Grattu und dickes Dankeschön dem Team um Madelaine Böhme." Über den Fund der bislang unbekannten Primatenart im Allgäu hatten die Forscher um Paläontologin Böhme von der Universität Tübingen und des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment berichtet. Neben anderen Knochen entdeckten die Wissenschaftler den knapp zwölf Millionen Jahre alten Unterkiefer des Primaten am 17. Mai 2016, dem 70. Geburtstag des Sängers. "Im Radio sind nur seine Songs gelaufen", sagte Böhme. Die wissenschaftliche Bezeichnung für die Menschenaffenart ist Danuvius guggenmosi.

Ort Lindenberg im Allgäu in der Nähe des Fundorts Pforzen

Für Lindenberg passt "Udo" perfekt: "UDO wie Urzeitlich Definiertes Optimalmodell - wie eine Blaupause für den neuzeitlichen Panik-Schleicher."

Und obwohl der Rockmusiker gebürtiger Westfale ist und seit Jahrzehnten in Hamburg lebt, gibt es trotz der Tatsache, dass der erste aufrecht gehende Menschenaffe wohl ein Bayer war, eine Verbindung zum Allgäu. In der Nähe des Ortes Pforzen, wo die Fossilien gefunden wurden, gibt es tatsächlich einen Ort, der Lindenberg heißt. "Udo von gestern, von heute und von übermorgen - hier kreuzen sich unsere Wege", erklärte Lindenberg.

Als letztes passendes Detail fügte der "Panikrocker" noch an, dass er schon 1982 auf dem Album "Keule" den Song "Urmensch" veröffentlicht habe und sich als solcher auch auf dem Plattencover zeigte. "Ja, früher haben sie ganz human sich mit 'ner Keule angetickt, doch heute kann 'n Atomkrieg losgehen, dann sind wir aber alle echt gefickt", textete der Musiker damals, "da bin ich lieber wieder 'n Urmensch".

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Ein Mann fotografiert die Rekonstruktion des Schädels der bisher unbekannten Primatenart Danuvius guggenmosi.

© picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Die Rekonstruktion eines Exemplars der bisher unbekannten Primatenart Danuvius guggenmosi liegt auf einem Brett.