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Fernbeziehungen sind so schon oft nicht leicht, aber Corona macht sie noch schwerer. Elisa und Zach Sovocool, ein bayerisch-amerikanisches Ehepaar, nehmen uns mit auf ihre emotionale Achterbahnfahrt.

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Liebe ohne Grenzen? Fernbeziehung in Zeiten von Corona

Fernbeziehungen sind so schon oft nicht leicht, aber Corona macht sie noch schwerer: Reisewarnungen, Flüge gestrichen, Besuche verboten. Elisa und Zach, ein bayerisch-amerikanisches Ehepaar, nehmen uns mit auf ihre emotionale Achterbahnfahrt.

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Was in der Coronakrise unter anderem für die einen die Stornierung des Urlaubs oder einer Reise bedeutet, stellt Paare in Fernbeziehungen vor eine emotionale Achterbahnfahrt. Bis heute warnt das Außenministerium vor Reisen ins Ausland. Betroffen davon waren auch Elisa und Zach, die im September 2019 geheiratet haben. Schon ein halbes Jahr später kamen mit der Coronakrise die ersten Herausforderungen für die beiden. Denn sie lebt noch in Ingolstadt, er im Staat New York.

Touristenvisum versus Coronamaßnahmen

März 2020: Als in vielen Ländern Reisewarnungen wegen Covid-19 ausgesprochen werden, befindet sich Elisa bei ihrem Mann in den USA. Elisa kann nicht wie andere Paare die Zeit des Corona-Rückzugs gemeinsam mit ihrem Mann Zach verbringen. Der Grund: die zeitliche Beschränkung ihres Besuchervisums, dem sogenannten ESTA, das nur 90 Tage gilt.

Falls sie den Zeitrahmen überschreitet, könnte das sich negativ auf die Bewilligung ihres Einwanderungsvisums auswirken. "Und das darf auf keinen Fall passieren", erklärt Elisa.

Nach der Einreise folgt Quarantäne

Deshalb landet Elisa im April in Deutschland. Für deutsche Staatsangehörige bestehen keine Einreisebeschränkungen für die Rückreise nach Deutschland. Allerdings ist Elisa verpflichtet, sich 14 Tage in Quarantäne zu begeben.

In dieser Phase ist unklar, wann Zach und sie sich wiedersehen können, denn ohne triftigen Grund dürfen ausländische Reisende nicht nach Deutschland kommen.

Eheleben gilt inzwischen als dringender Einreisegrund

Als triftige Gründe gelten damals noch laut Bundespolizei berufliche und medizinische Gründe, wie ärztliche Behandlungen oder die Pflege von Familienangehörigen, die in Deutschland leben. Für Elisa ist die Situation schwierig. "Ich will da wirklich einfach nicht dran denken, wie das wäre, wenn wir uns überhaupt nicht mehr sehen könnten bis Weihnachten."

Seit dem 24. April aber auch das Eheleben als triftiger Einreisegrund. Das bedeutet, Zach darf Elisa in Deutschland besuchen kommen. Wer letztendlich aber wen besucht, ist noch nicht entschieden.

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