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Leipzig erlebt dritte Krawallnacht in Folge | BR24

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Leipzig-Connewitz: dritte Nacht in Folge Ausschreitungen

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Leipzig erlebt dritte Krawallnacht in Folge

In Leipzig kam es in der Nacht erneut zu heftigen Ausschreitungen: Im Stadtteil Connewitz lief eine Demonstration gegen Gentrifizierung und Verdrängung kurz nach dem Start aus dem Ruder. Demonstranten warfen Steine und Pyrotechnik auf Polizisten.

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  • BR24 Redaktion

Leipzig kommt nicht zur Ruhe. Im Stadtteil Connewitz lief am Samstagabend eine als Demonstration gegen Gentrifizierung und Verdrängung angemeldete Veranstaltung schon nach wenigen Hundert Metern aus dem Ruder. Demonstranten warfen Steine und Pyrotechnik auf Polizisten und Gebäude und verletzten zwei Polizeibeamte. Die Demonstration wurde aufgelöst, mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen, gegen 15 Verdächtige wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Polizeischätzungen hatten sich rund 500 Menschen zu der angemeldeten Demonstration versammelt.

Weitere Ausschreitungen in der Nacht

Bis zum Morgen folgten weitere Ausschreitungen. Nach Mitternacht hielten sich noch etwa 150 Personen in dem Bereich auf. Der Straßenbahnverkehr in dem Stadtteil wurde gestoppt. Ein Hubschrauber kreiste über dem Viertel. Dessen Pilot wurde immer wieder mit einem Laser geblendet. Die Randalierer bauten Straßenbarrikaden, besprühten eine Straßenbahn mit Graffiti und zündeten Mülltonnen an. Wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte die Polizei am frühen Sonntagmorgen noch nicht beziffern.

Dritte Krawallnacht in Folge

Bereits am Donnerstag- und Freitagabend hatte es in Leipzig Gewaltausbrüche gegeben. Vorausgegangen waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren. Aus unangemeldeten Demonstrationen heraus wurde die Polizei angegriffen. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze sagte, bei den Angreifern habe es sich um "augenscheinliche Linksextremisten" gehandelt. Insgesamt neun Beamte seien leicht verletzt worden.

Polizei war schon im Vorfeld besorgt

Nach den Eskalationen der vorhergehenden Tage hatte sich die Polizei schon im Vorfeld besorgt geäußert. "Wir haben natürlich auch heute gehofft, dass es ein friedliches Versammlungsgeschehen werden wird und wir hier kommunikativ mit den Versammlungsteilnehmern ins Gespräch kommen", sagte Polizeisprecherin Mandy Heimann. "Dass es sich heute wieder in dieser Form darstellt, erschüttert uns auch."

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Die dritte Nacht in Folge ist es im Leipziger Stadtteil Connewiz zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei prüft nun Konsequenzen für weitere Versammlungen.

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