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Leichter Rückgang: 1,95 Millionen Kinder leben von Hartz IV | BR24

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Rund 1,95 Millionen Kinder leben in Deutschland aktuell von Hartz IV-Leistungen. Das ist ein Rückgang um knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind nach wie vor Kinder von Alleinerziehenden.

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Leichter Rückgang: 1,95 Millionen Kinder leben von Hartz IV

Rund 1,95 Millionen Kinder leben in Deutschland aktuell von Hartz IV-Leistungen. Das ist ein Rückgang um knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind nach wie vor Kinder von Alleinerziehenden.

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Die Zahl der Kinder in Deutschland, die von Hartz IV-Leistungen leben, ist leicht zurückgegangen. Das geht aus Angaben der Bundesagentur für Arbeit hervor, die von der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Sabine Zimmermann, ausgewertet wurden. Ende 2018 lebten demnach rund 1,95 Millionen unter 18-Jährige in sogenannten Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften. Das entspricht einem Rückgang von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kinder von Alleinerziehenden besonders häufig betroffen

Besonders stark betroffen seien Kinder von Alleinerziehenden. Ende 2018 gab es den Angaben zufolge 886.823 Kinder, die Hartz IV- Leistungen bekamen und in einem Haushalt mit nur einem Elternteil lebten.

Bedürftigkeit variiert stark nach Bundesland

Deutschlandweit haben der Berechnung zufolge 14,4 Prozent aller Kinder staatliche Unterstützung erhalten. In Westdeutschland waren es demnach 13,5 Prozent, in Ostdeutschland 18,4 Prozent.

Die meisten Bezieher gibt es in Bremen. Dort leben 32,1 Prozent aller Kinder in Familien, die eine staatliche Grundsicherung erhalten. In Berlin sind es 28,5 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 20,3 Prozent.

Zimmermann forderte die Bundesregierung auf, "endlich ein Konzept gegen Kinderarmut vorzulegen". Bei Kinderarmut gehe es um die Armut der Eltern: "Wir brauchen Löhne, von denen man leben und seine Familie ernähren kann", so die Bundestagsabgeordnete.