Ein Portemonnaie, aus dem Geldscheine herausragen, im Hintergrund ein Gemüse-Regal
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Für Lebensmittel könnten Verbraucher bald wieder weniger Geld bezahlen. (Symbolbild)

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Lebensmittelpreise sinken: Verband rechnet mit "Entspannung"

Wird der Einkauf im Supermarkt bald günstiger? Nach Einschätzung des Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) ist das durchaus möglich. In einzelnen Bereichen sei sogar schon jetzt eine Preissenkung sichtbar.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In absehbarer Zeit rechnet der Lebensmittelhandelsverband mit sinkenden Preisen im Supermarkt. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH), Franz-Martin Rausch, sagte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Mittwochsausgaben), die "Entspannung bei den Erzeugerpreisen" werde sich "nach und nach in den Lebensmittelverkaufspreisen sichtbar machen". In "einzelnen Bereichen" wie bei Käse seien Preissenkungen indes bereits jetzt sichtbar, erklärte Rausch.

Die in den vergangenen Monaten stark angestiegenen Lebensmittelpreise erklärte Handelsverbands-Chef Rausch mit "Kostensteigerungen in der gesamten Wertschöpfungskette". Unter anderem "Rohstoffe, Energie oder Verpackungen" seien mit Beginn des Ukraine-Krieges "erheblich teurer" geworden und hätten einen "Dominoeffekt" ausgelöst, der schließlich zu einem Preisanstieg im Supermarkt geführt habe.

  • Zum Artikel: Steigende Preise: "Gierflation" in der Gastronomie?

Abebben der Inflation? Erzeugerpreise im Euroraum steigen langsamer

Kürzlich war auch bekannt geworden, dass die Erzeugerpreise im Euroraum überraschend langsam steigen und ein Abebben der hohen Inflation signalisieren. Die Hersteller in der Industrie erhöhten ihre Preise im April nur noch um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt "Eurostat" mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Zuwachs von 1,4 Prozent erwartet. Im März hatte das Plus noch bei 5,5 Prozent gelegen.

Entlastung wegen sinkender Energiepreise

Zum Vormonat sanken die Produzentenpreise im April zugleich um 3,2 Prozent. Die Experten hatten hier mit einem Rückgang um 3,1 Prozent gerechnet. Besonders entlastend wirkte sich aus, dass die Energiepreise im Vergleich zum März 2023 um 10,1 Prozent nachgaben. Auch zum Vorjahresmonat verbilligt sich Energie - und zwar um 8,9 Prozent.

Klammert man den Energiebereich aus, zogen die Erzeugerpreise um 5,1 Prozent an. Im März lag dieser Wert bei 8,0 Prozent. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt - also bevor die Erzeugnisse weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie lassen damit Rückschlüsse auf die Entwicklung der Verbraucherpreise zu.

Mit Informationen von AFP und Reuters

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