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Leben im Büro: 180 ORF-Mitarbeiter ziehen wegen Corona um | BR24

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Zahlreiche Mitarbeiter des Österreichischen Rundfunks begeben sich von Dienstag an freiwillig in Isolation auf dem Gelände in Wien, darunter auch der Moderator Armin Wolf.

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Leben im Büro: 180 ORF-Mitarbeiter ziehen wegen Corona um

In Zeiten der Krise brauchen Menschen verlässliche Informationen noch mehr als sonst. Der österreichische ORF nimmt seine Verpflichtung ernst: 180 Mitarbeiter isolieren sich dort im Funkhaus. Auch der BR hat Maßnahmen für die Corona-Zeit ergriffen.

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Neben Lebensmittelläden oder Apotheken sind in Zeiten von Krisen auch Medien systemrelevant. Sie informieren die Menschen über neue Vorgaben der Regierung, geben Rat und im besten Fall auf etwas Hoffnung. Gerade öffentlich-rechtliche Medien stehen dabei in der Pflicht, eine Grundversorgung mit verlässlichen Informationen immer zu gewährleisten.

Der österreichische ORF greift dafür nun zu drastischen Maßnahmen: 180 Mitarbeiter werden dort vorerst in einem Isolationsbereich des ORF-Landesstudios in Wien leben. Das heißt, dass sie dort nicht nur arbeiten, sondern dort auch schlafen und ihre Freizeit verbringen. Der ORF sorgt derweil für Verpflegung mit Lebensmitteln.

Isolation ist freiwillig

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz stellt dazu klar: "Der ORF muss seine Informationsleistung aufrechterhalten können. Das ist ähnlich wichtig, wie Energieversorgung oder Telekomversorgung." Die Mitarbeiter begeben sich freiwillig in diese Isolation. Vor dem Einzug wurden sie medizinisch untersucht.

Unter den Isolierten befindet sich etwa auch der berühmte Nachrichtenmoderator Armin Wolf, in seiner Rolle und Bekanntheit vergleichbar mit deutschen Kollegen wie Heute-Journal-Moderator Claus Kleber oder dem ehemaligen Tagesthemen-Mann Ulrich Wickert.

Was macht der Bayerische Rundfunk?

Auch der Bayerische Rundfunk und damit BR24 stehen in der Verpflichtung, die Versorgung mit Informationen sicherzustellen. Die Mitarbeiter von BR24 befüllen die Website, App sowie die Kanäle Facebook, Instagram und Youtube derzeit großteils aus dem Homeoffice. Diverse Dienste und Technologien ermöglichen dies, auch wenn das Arbeiten ohne persönlichen Kontakt beschwerlicher ist. Einige Kollegen halten mit entsprechendem Mindestabstand im Büro die Stellung.

Auch im Radio und Fernsehen bleibt die Informationsversorgung erhalten. Teils auch hier mit Home-Office-Lösungen. Wo Homeoffice nicht möglich ist, wird auf möglichst große Abstände und soziale Distanz zwischen den Mitarbeitern geachtet. Zu eventuell notwendigen Dreharbeiten für Fernsehbeiträge fahren Autor und Kamerateam mit verschiedenen Fahrzeugen, feste Arbeitsplätze in Studios werden durch Plexiglas getrennt, das Reinigungspersonal wird aufgestockt.

Zusätzlich werden auch weitere Maßnahmen ergriffen wie die vorübergehende Zusammenlegung der Radiosender B5 Aktuell und Bayern 2. Krankheitsfälle hatten dies personell nötig gemacht.

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