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Aufregung um Aufnahmen des CDU-Kanzlerkandidaten: Während Bundespräsident Steinmeier sich vom Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe erschüttert zeigt, ist Armin Laschet im Hintergrund lachend zu sehen.

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Laschet lacht bei Steinmeier-Rede – und entschuldigt sich

Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt zu den von der Flutkatastrophe heimgesuchten Menschen sprach, amüsierte sich Ministerpräsident Armin Laschet im Hintergrund sichtlich. Nach scharfer Kritik hat er sich nun entschuldigt.

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Von
  • Petra Zimmermann

Ein lachender Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beim Besuch im vom Unwetter heimgesuchten Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat bei der SPD für empörte Reaktionen gesorgt. "Ich bin wirklich sprachlos", schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Nachmittag auf Twitter und verlinkte auf ein in den Online-Netzwerken kursierendes Video.

Steinmeier spricht sein Mitgefühl aus - Laschet lacht im Hintergrund

Darin lacht Laschet im Hintergrund zusammen mit Umstehenden, während ein sichtlich betroffener Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Betroffenen in der Katastrophenregion Solidarität und Hilfe verspricht.

SPD-Vizechef Kevin Kühnert schrieb auf Twitter: "eine Frage des Charakters". Der FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer twitterte: "Rheinische Frohnatur in Ehren - aber was empfinden wohl die trauernden Angehörigen und Freunde der Opfer, wenn sie ihren Landesvater hinter dem Bundespräsidenten herumalbern sehen? Das ist der Lage unangemessen."

Der Pianist Igor Levit kritisierte "würdeloses Verhalten". Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, sprach von "Pietätlosigkeit" gegenüber den Opfern.

Laschet entschuldigt sich: "Es tut mir leid"

Steinmeier und Laschet, der sich für die Union um die Kanzlerschaft bewirbt, hatten sich zuvor gemeinsam ein Bild von der Lage im schwer getroffenen Ort Erftstadt gemacht. Beide dankten dort den Einsatzkräften. Laschet versprach, das Land Nordrhein-Westfalen werde "alles dafür tun", um Direkthilfe für die Betroffenen zu organisieren.

Am Abend entschuldigte sich Laschet dann via Twitter: "Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben", schrieb der Kanzlerkandidat der Union. "Umso mehr bedauere ich den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden ist. Dies war unpassend und es tut mir leid."

Im Netz wurde teilweise darauf verwiesen, dass auch Steinmeier auf TV-Bildern lachend zu sehen war. Die Diskussion konzentrierte sich zunächst aber auf Kanzlerkandidat Laschet.

In Erftstadt hatte die über die Ufer getretene Erft zahlreiche Häuser unterspült und zum Einsturz gebracht; bei Erdrutschen stürzten mehrere Häuser und Teile einer historischen Burg ein. Besonders stark betroffen ist der Stadtteil Blessem.

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