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Landwirtschaftsministerin stellt staatliches Tierwohllabel vor | BR24

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Es ist eine fast unendliche Geschichte: Seit Jahren wird um ein staatliches Label in der konventionellen Landwirtschaft gerungen. Jetzt stellt Ministerin Julia Klöckner (CDU) die Kriterien für eine Kennzeichnung vor. Tierschützern reichen sie nicht.

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Landwirtschaftsministerin stellt staatliches Tierwohllabel vor

Es ist eine fast unendliche Geschichte: Seit Jahren wird um ein staatliches Label in der konventionellen Landwirtschaft gerungen. Jetzt stellt Ministerin Julia Klöckner (CDU) die Kriterien für eine Kennzeichnung vor. Tierschützern reichen sie nicht.

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Drei Qualitätsstufen sind beim neuen staatlichen Tierwohllabel geplant, das zunächst nur für Schweinefleisch gilt. Bereits die niedrigste schreibt nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Haltungsbedingungen vor, die über den gesetzlichen Mindeststandards liegen.

Schweine haben zum Beispiel mehr Platz im Stall und bekommen größere Schlafzonen. Auch beim Schlachten sind die Vorgaben strenger als im Gesetz vorgeschrieben. Und auch beim Transport der Tiere zum Schlachthof sind die Vorschriften strenger: Er darf maximal acht Stunden dauern. Insgesamt listet das Label ein gutes Dutzend Regeln auf, deren Einhaltung verbindlich ist – die Kennzeichnung selbst bleibt freiwillig.

Kunden sollen Fleisch besser vergleichen können

Sinn des Tierwohllabels ist es, den Bauern dabei zu helfen, Fleisch aus besserer Haltung einfacher zu verkaufen. Das Landwirtschaftsministerium rechnet damit, dass Schweinefleisch in der Einstiegsstufe etwa 20 Prozent mehr kostet. Vorteil für den Verbraucher sei, dass Kunden wegen des einheitlichen Labels besser vergleichen könnten. Schon Klöckners Vorgänger hat sich daran versucht, doch erst jetzt gibt es einen Kompromiss. Aktuell setzen viele Supermarkt-Ketten auf eigene Kennzeichnungen mit unterschiedlichen Standards für Haltung und Schlachtung.

Tierschützern sind Kriterien zu lasch

Tierschützer begrüßen grundsätzlich, dass es ein einheitliches Label gibt. "Allerdings sind einige Kriterien gerade in der ersten Stufe ungenügend", so Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Und auch die freiwillige Kennzeichnung steht in der Kritik. Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte, "die Masse an Gütesiegeln in Deutschland verwirrt, statt Kunden zu nutzen." Für das Tierwohl bringe Klöckners Label zu wenig. Dagegen verteidigte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) die Kennzeichnungspläne. Sie sei "überzeugt davon, dass ein staatlich geprüftes Label mehr Sicherheit und mehr Vertrauen" schaffe, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk.

Bayerischer Bauernverband will lockerere Regeln

Der Bayerische Bauernverband dagegen ist doppelt unzufrieden. Er fordert einerseits, dass es eine verpflichtende Kennzeichnung von Tierwohl und Herkunft gibt – allerdings nicht zu den Standards des geplanten Labels. "Dabei erscheinen uns vor allem die geplanten Kriterien beim Schwein vor allem in der Einstiegsstufe zu hoch", so der Pressesprecher des Verbandes Markus Peters.

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Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat das geplante staatliche Tierwohllabel verteidigt. Sie sei überzeugt, dass "ein staatlich geprüftes Label mehr Sicherheit schafft," so Kaniber am Rande des Berchinger Rossmarktes.

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Autor
  • Martin Mair
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