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Vor einem Sondertreffen der Agrarministerkonferenz verteidigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die geplante EU-Agrarreform gegen Kritik von Umweltschutzverbänden. Mit der Reform werde ein Systemwechsel eingeleitet.

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Landwirtschaftsministerin Klöckner verteidigt EU-Agrarreform

Vor einem Sondertreffen der Agrarministerkonferenz verteidigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die geplante EU-Agrarreform gegen Kritik von Umweltschutzverbänden. Mit der Reform werde ein Systemwechsel eingeleitet.

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Von
  • Uwe Pagels

Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt verteidigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die geplante EU-Agrarreform: "Es verändert sich was, wir haben ja einen Systemwechsel eingeleitet."

So werde künftig nicht nur der Flächenbesitz belohnt, sondern die Bewirtschaftungsform. Klöckner: "Wer sich nicht an Umweltauflagen hält, der bekommt Geld abgezogen oder bekommt gar keines, egal wie viel Fläche er besitzt." Jeder Euro, der von Brüssel gezahlt werde, werde künftig mit Klima- und Umweltschutzzielen verbunden.

Kritik aus Wahlkampfgründen

Kritik von Umweltschutzverbänden, bisher nicht genügend eingebunden worden zu sein, widersprach Klöckner: "Das geschieht ja die ganze Zeit. Wer bisher nicht mitgeredet hat, war vielleicht nicht ganz so wach." Sie habe den Eindruck, dass mit dem Thema Wahlkampf gemacht werde.

Im Zuge der EU-Agrarreform müssen die Mitgliedsstaaten nationale Pläne erarbeiten. Ein Streitpunkt dabei ist die Frage, wie stark die milliardenschweren EU-Fördergelder für Landwirte künftig an Umweltauflagen geknüpft sein sollen. Während viele Landwirte Einbußen befürchten, fordern Umweltschützer eine umwelt- und klimafreundlichere Agrarpolitik. Heute treffen sich die Agrarminister und -ministerinnen der EU-Staaten, um darüber zu beraten, wie sich die Reformen auf nationaler Ebene umsetzen lassen.

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