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Bessere Preise durch geringere Milchmengen? Die Agrarminister diskutieren

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    Landwirtschaftsminister uneins über Milchmenge

    Die Landwirtschaftsminister der Bundesländer haben sich bei ihrem Sondertreffen zur Milchkrise nicht darauf einigen können, eine Mengenreduzierung bei der Milchproduktion zu fordern. Rheinland-Pfalz stimmte gegen einen vorbereiteten Beschluss.

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    Das sagte Till Backhaus (SPD), Vorsitzender der Agrarministerkonferenz und Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, nach Beratungen mit Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) und EU-Agrarkommissar Phil Hogan in Brüssel. Geblockt habe die FDP, sagte Backhaus weiter.

    Die Landwirtschaftsminister der Grünen, SPD und CSU hätten sich dagegen alle ohne Einschränkungen für eine Senkung der Milchmengenproduktion im Kampf gegen die aktuelle Milchkrise ausgesprochen, sagte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne).

    EU-Agrarkommissar signalisiert Entgegenkommen

    EU-Agrarkommissar Phil Hogan will am Montag konkrete Maßnahmen gegen die Milchkrise mit den EU-Agrarministern diskutieren. Die deutschen Länderminister hatten Hogan vor ihrer internen Sitzung getroffen. Dabei habe der Kommissar angedeutet, dass er Vorschläge machen werde, "frisches EU-Geld als Hilfe für Milchbauern an eine Mengenreduzierung zu koppeln", sagte Backhaus.

    Außerdem sollten demnach künftig einzelne Mitgliedstaaten ebenfalls Mittel einsetzen dürften, um ihren Landwirten zu helfen. Damit könnte Bundesminister Schmidt (CSU) sein Ende Mai angekündigtes Hilfspaket von 100 Millionen Euro plus x ohne rechtliche Bedenken der EU-Kommission umsetzen.