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Landwirte protestieren vor CDU/CSU-Kommunalkongress in Würzburg | BR24

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Mit Plakaten und lautstarken Protesten haben Landwirte den Beginn des kommunalpolitischen Kongresses der Unionsparteien begleitet. Rund 500 Teilnehmer wollen dort zwei Tage über Regionalpolitik reden. Aber auch die Landwirte haben Gesprächsbedarf.

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Landwirte protestieren vor CDU/CSU-Kommunalkongress in Würzburg

Mit Plakaten und lautstarken Protesten haben Landwirte den Beginn des kommunalpolitischen Kongresses der Unionsparteien begleitet. Rund 500 Teilnehmer wollen dort zwei Tage über Regionalpolitik reden. Aber auch die Landwirte haben Gesprächsbedarf.

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"Ich will, dass mein Papa Bauer bleibt!" - das stand auf einem der Transparente, die bei der Bauerndemo am Rande des Kongresses der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU zu sehen waren. Etwa 150 Teilnehmer versammelten sich am Nachmittag vor dem Congress Centrum in Würzburg und machten ihrem Ärger über immer schwierigere Bedingungen für Landwirte und Vorgaben durch die Politik Luft.

Dünger kann nicht so einfach reduziert werden

Das im September von der Bundesregierung verabschiedete Agrarpaket ist weiterhin der Hauptkritikpunkt der Landwirte, die sich in der Bewegung "Land schafft Verbindung" zusammengetan haben. Sie zweifeln an der Umsetzbarkeit der neuen Düngeverordnung und beklagen das Mercosur-Abkommen, das die Bundesregierung ratifizieren will, das aber ihrer Meinung nach durch Billigimporte die Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln gefährdet.

Landwirte beklagen "Bauern-Bashing"

Außerdem fühlen sich die Landwirte ungerecht behandelt: "Wir sind die Buhmänner der Nation, wir sind die Umweltvergifter und die Tierquäler. Aber Essen will jeder jeden Tag – und das immer billiger", formulierte ein Demonstrationsteilnehmer die Situation, in der sich die Landwirte sehen. Noch am 22. Oktober waren in Würzburg rund 1.000 Landwirte zu einer großen Demo gekommen, damals sehr viele mit ihren Traktoren, so dass sie den Verkehr in der Stadt lahmlegten. Dieses Mal waren nur wenige Schlepper zu sehen.

Weitere Proteste erwartet

Für den Nachmittag hatte auch die Initiative "Extinction Rebellion" im Internet zu einer Demo aufgerufen. Der Protest unter dem Motto "Entschuldigen Sie die Störung, aber es geht ums Überleben" war allerdings offenbar nicht offiziell beantragt. Auch am Nachmittag war noch nichts von den Klimaaktivisten zu sehen. In Würzburg gibt es eine Ortsgruppe der Bewegung, die sich als strikt gewaltfrei bezeichnet.

CDU und CSU wollen ihre Politik in die Regionen tragen

Beim Kommunalkongress in Würzburg mit rund 500 Teilnehmern wird bis Samstag in fünf Foren über Digitalisierung, Wohnen und Bauen, Kommunalfinanzen, Strukturpolitik, Energie und Mobilität diskutiert. Als prominente Gäste sind CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Generalsekretär der Partei, Paul Ziemiak, angekündigt. Sie wollen die Vorschläge in konkrete Beschlüsse für die einzelnen Regionen umwandeln.

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Landwirte protestieren in Würzburg

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Bei dem Unionstreffen in Würzburg mahnte Kramp-Karrenbauer auch innerparteiliche Kritiker zu einem konstruktiveren Vorgehen.