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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Matthias Bein

Es ist die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl im Herbst. Auch der Rest der Republik blickt gespannt nach Sachsen-Anhalt. Noch regiert Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU gemeinsam mit der SPD und den Grünen.

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Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Bislang geringe Wahlbeteiligung

Sachsen-Anhalt wählt seit heute früh einen neuen Landtag. Die Wahl gilt als Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September. Die Wahlbeteiligung ist bislang gering, aber wegen Corona wird mit vielen Stimmen per Briefwahl gerechnet.

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  • BR24 Redaktion

Es ist der letzte Stimmungstest, die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl im September: Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verläuft nach Angaben der Landeswahlleitung bislang ohne Probleme, allerdings mit mäßiger Resonanz: Die vorläufige Wahlbeteiligung lag um 16.00 Uhr bei 41,0 Prozent nach 47,1 Prozent vor fünf Jahren. Das gibt das Statistische Landesamt bekannt.

Wegen Corona wird mit hoher Beteiligung an Briefwahl gerechnet

Insgesamt sind laut Landeswahlleitung 1,78 Millionen Wählerinnen und Wähler dazu aufgerufen, noch bis 18.00 Uhr ihre Stimme abzugeben. Das seien rund 88.990 Wähler weniger als vor fünf Jahren, hieß es.

In den landesweit mehr als 2.000 Wahllokalen gelten die Corona-Regeln mit Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht. Angesichts der Pandemie wird von einem hohen Anteil an Briefwählern ausgegangen. Mancherorts bildeten sich vor den Wahllokalen aber auch Schlangen.

Erste Prognosen gegen 18 Uhr erwartet

Insgesamt 449 Kandidatinnen und Kandidaten von 22 Parteien stellen sich zur Wahl, verteilt auf 41 Wahlkreise. Laut letzten Umfragen kommt es wahrscheinlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU und der AfD. Kann sich die CDU mit Ministerpräsident Reiner Haseloff in einer dritten Amtszeit halten? Oder wird die AfD stärkste Partei? Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet.

Haseloff will dritte Amtszeit, Kirchner: "Richtungsweisendes Ergebnis"

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gab bereits am Vormittag gemeinsam mit seiner Frau Gabriele in ihrer Heimatstadt Wittenberg seine Stimme ab. Er habe alles getan, was notwendig und machbar gewesen sei, um die Menschen zu überzeugen, so Haseloff.

Auch Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern hat bereits gewählt, wie sie beim Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Cornelia Lüddemann, Spitzenkandidatin der Grünen, hat sich nach eigenen Angaben für Briefwahl entschieden. Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, gab sich bei seiner Stimmabgabe in Magdeburg hoffnungsvoll: "Ich würde mir wünschen, dass das hier auch ein richtungsweisendes Ergebnis für die Bundestagswahl wird", so Kirchner.

Liberale hoffen auf Wiedereinzug ins Parlament

Die CDU hatte vor fünf Jahren 29,8 Prozent der Wählerstimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Die AfD kam 2016 auf 24,3 Prozent. Die Linke bekam 16,3 Prozent der Wählerstimmen, die SPD 10,6 Prozent und die Grünen 5,2 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,9 Prozent an der 5-Prozent-Hürde. Laut Umfragen haben die Liberalen Chancen auf den Wiedereinzug in das Magdeburger Parlament.

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