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Französisches Einsatzfahrzeug fährt mit Blaulicht durch Straße.

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    Landesweite Panne bei Notrufnummern in Frankreich

    In Frankreich sind die Notrufnummern für Feuerwehr, Polizei und Notärzte über Stunden nicht erreichbar gewesen. Ob das auch zu Todesfällen geführt hat, wird nun untersucht. Mittlerweile wurden Ersatzverbindungen eingerichtet.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die Panne beim Telekommunikationsunternehmen Orange durch ein Softwareproblem führte in Frankreich zum Ausfall wichtiger Notrufnummern. Nun will die Regierung untersuchen, ob Todesfälle möglicherweise damit in Verbindung stehen.

    Untersuchungen laufen

    Präsident Emmanuel Macron sagte, es sei zu früh, um eine Bilanz der Situation zu ziehen, man sei aber besorgt. Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran sprach von drei bis vier Todesfällen, die nun untersucht werden müssten. Bereits am frühen Mittwochabend hatte es landesweite Störungen bei den Notrufnummern gegeben. In der Nacht zum Donnerstag waren rund 400 Ersatznummern eingerichtet worden, um die Feuerwehr, die Polizei oder einen Notarzt weiterhin erreichen zu können.

    Am heutigen Donnerstagnachmittag teilte Frankreichs Innenminister Darmanin auf Twitter mit, dass es zwar noch vereinzelte Störungen gebe, die Situation sich aber verbessert habe. Die Ausweichnummern sollten noch bis zum Freitagmorgen bestehen bleiben. Darmanin bezeichnete die Störungen als schwer und nicht hinnehmbar.

    Todesfälle werden jetzt untersucht

    Ein Mensch, der eine Herz-Kreislauf-Krankheit hatte, soll in der Bretagne gestorben sein, weil die Rettungsdienste nicht rechtzeitig erreicht werden konnten. Auf der französischen Insel La Réunion starben zwei weitere Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung, die zuvor versucht hatten, den Notruf zu erreichen. Darmanin zufolge ist aber unklar, ob es bei den Fällen auf La Réunion besonders lange bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gedauert hat.

    Ursache für Panne noch unklar

    Die genaue Ursache der Panne konnte noch nicht geklärt werden. Orange-Geschäftsführer Stéphane Richard schloss einen externen Angriff aus. Im im Sender TF1 erklärte er, eher handle es sich um eine Softwarepanne. Das Netz werde noch verstärkt überwacht, die Dienste funktionierten aber wieder vollständig. Auf Twitter entschuldigte sich Richard für den Vorfall.

    Die Störung zieht nun Forderungen nach Aufklärung nach sich. Darmanin will den Vorfall untersuchen lassen. Die Staatsanwaltschaft in Vannes kündigte nach dem Todesfall in dem bretonischen Ort an, eine Untersuchung einzuleiten.

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