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Lage in Nordsyrien: Türkei und Russland beginnen Patrouillen | BR24

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In Nordsyrien haben gemeinsame Patrouillen der türkischen und russischen Streitkräfte begonnen. Damit soll der Abzug der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus dem Gebiet sichert werden.

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Lage in Nordsyrien: Türkei und Russland beginnen Patrouillen

In Nordsyrien haben erstmals türkische und russische Truppen gemeinsam patrouilliert. Syriens Machthaber Assad begrüßt das - lehnt den deutschen Vorstoß einer internationalen Sicherheitszone aber ab.

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Türkische und russische Streitkräfte haben erstmals gemeinsame Patrouillen in Nordsyrien begonnen. Dabei kamen nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums auch gepanzerte Fahrzeuge und Drohnen zum Einsatz. Die Aktion startete gegen 10 Uhr in einem Dorf im Gebiet um Al-Darbasija im Nordosten des Landes, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin in Sotschi mehrere Vereinbarungen zu Nordsyrien getroffen. Unter anderem wurden Feuerpausen vereinbart, damit sich Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) 30 Kilometer von der Grenze zur Türkei wegbewegen. Nach russischen Angaben wurde der Rückzug vollzogen; die gemeinsamen Patrouillen sollen sicherstellen, dass dies so bleibt.

Lob von Syriens Machthaber

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte zuvor das Abkommen Russlands und der Türkei - und die vereinbarten Patrouillen - ausdrücklich gelobt. Die Vereinbarung könne Syrien dabei helfen, sein Ziel schlussendlich zu erreichen, den von Kurden kontrollierten Nordosten des Landes wieder unter Staatsgewalt bringen, sagte er. Die Vereinbarung sei ein positiver Schritt.

Assad strebt nach eigenen Angaben keine Feindschaft mit der Türkei an. Der türkische Präsident sei aber wegen seiner Haltung zur Regierung in Damaskus "ein Feind", betonte Syriens Präsident. Um eine Feindschaft mit der Türkei zu verhindern, würden befreundete Staaten wie Russland und der Iran eine wichtige Rolle spielen.

Assad lehnt Kramp-Karrenbauers Vorstoß ab

Den Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine internationale Sicherheitszone im Norden des Landes lehnt Assad dagegen ausdrücklich ab. Bei dem Vorschlag sei es darum gegangen, die Sicherheit in der Region unter internationaler Schirmherrschaft wiederherzustellen, sagte Assad in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen. Seiner Ansicht nach hätte dies den Status verfestigt, dass das Gebiet außerhalb der Kontrolle des syrischen Staates liege und das Land geteilt sei.

Die Türkei war vor rund drei Wochen in Syrien einmarschiert, um die von ihr als Terrororganisation angesehene Kurdenmiliz YPG zu verdrängen. Gleichzeitig will Erdogan mit russischer Billigung in einem 30 Kilometer langen und mehr als 120 Kilometer breiten Streifen direkt an der Grenze auf syrischem Boden eine sogenannte Sicherheitszone einrichten. Dort will er unter anderem Hunderttausende syrische Flüchtlinge ansiedeln. Möglich geworden war die Offensive - die international scharf kritisiert wird - auch durch den Abzug der US-Truppen in dem Gebiet.