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"Lage an Dom und Hauptbahnhof ist unerträglich" | BR24

© picture-alliance/dpa; Maja Hitij

Polizei im Zentrum Kölns

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    "Lage an Dom und Hauptbahnhof ist unerträglich"

    Der neue Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies wählt drastische Worte: "Verkommen" und "unerträglich" sei die Situation in der Umgebung des Doms. Mit Blick auf den Karneval rät er "dringend davon ab", sich als Dschihadist zu verkleiden.

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    Gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" bezeichnete Mathies das historische Zentrum Kölns als "in einer Weise verkommen", dass sich zahlreiche Bürger und Besucher dort nicht mehr sicher fühlten. 

    "Wir müssen dringend dafür sorgen, dass sich dieser Zustand am Eingangstor der Stadt schon bald ändert." Jürgen Mathies, Kölner Polizeipräsident

    Der Kölner Dom- und Stadtdechant Robert Kleine hatte erst kürzlich Kritik am "gesamten Umgang mit unserem Kölner Dom" geübt. U.a. hatte er das Betteln und Dealen in der Umgebung des Weltkulturerbes genannt. Die Verunreinigung der Domplatte könne man "nicht nur sehen, sondern allzu oft auch riechen".

    Warnung vor Kostümierung "etwa als Dschihadist"

    Mathies warnte mit Blick auf die bevorstehenden Karnevals-Höhepunkte eindringlich davor, sich "etwa als Dschihadist zu verkleiden oder Waffen zu tragen, bei denen man nicht erkennen kann, ob sie echt sind oder nicht". Derartige Kostümierungen könnten die anderen Jecken unnötigerweise verunsichern.

    Einsetzung von Untersuchungsausschuss geplant

    Die Kölner Polizei steht seit gut zwei Wochen unter neuer Führung. Der frühere Präsident Wolfgang Albers war wegen Kritik an seiner Amtsführung im Zusammenhang mit den Vorkommnissen der Silvesternacht am 8. Januar in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Damals hatten Gruppen junger Männer, offenbar vorwiegend nordafrikanischer und arabischer Herkunft, massenhaft Frauen sexuell bedrängt und bestohlen. Im nordrhein-westfälischen Landtag ist für heute die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu dem Thema geplant.