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"Lächerliche, endlose Kriege": Trump rechtfertigt Truppenabzug | BR24

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Angesichts einer offenbar unmittelbar bevorstehenden türkischen Militäroffensive haben die US-Streitkräfte nach Angaben von Aktivisten mit dem Abzug ihrer Truppen von der syrisch-türkischen Grenze begonnen.

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"Lächerliche, endlose Kriege": Trump rechtfertigt Truppenabzug

US-Präsident Donald Trump hat den Truppenabzug von der syrisch-türkischen Grenze damit begründet, dass regionale Mächte die Verantwortung für die Lage übernehmen sollten. Die USA müssten aus "diesen lächerlichen und endlosen Kriegen" aussteigen.

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Donald Trump hat den Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien mit dem Argument begründet, dass die Konfliktparteien in der Region die Verantwortung für die Lage in der Region übernehmen sollten. Die USA müssten aus "diesen lächerlichen und endlosen Kriegen" aussteigen, schrieb Trump auf Twitter. Es sei Zeit, "unsere Soldaten heimzuholen".

"Wir werden dort kämpfen, wo es uns nützt und wir werden nur kämpfen, um zu gewinnen." Donald Trump in seiner Twitter-Botschaft

Eine regionale Lösung soll her

Die Türkei, Syrien, der Iran und der Irak, die Kurden, Europa und Russland müssten nun eine Lösung für die Region finden, forderte Trump. Auch müssten sie klären, was mit den gefangen genommenen Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geschehen solle.

Kritik an den Europäern

Das Weiße Haus hatte bei der Ankündigung des Truppenabzugs in der Nacht zum Montag zugleich kritisiert, dass "Frankreich, Deutschland und andere europäische Nationen" ihre in Nordsyrien inhaftierten Staatsangehörigen, die sich dem IS angeschlossen hatten, nicht zurückholten. Die Kosten für ihre Inhaftierung, so ergänzte Trump nun, würden die USA künftig nicht mehr tragen.

Erdogan kündigt Vormarsch an

Die US-Streitkräfte haben am Vormittag mit dem Abzug ihrer Truppen von der syrisch-türkischen Grenze begonnen. Eine türkische Militäroffensive steht offenbar bevor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte kurz nach Beginn des US-Truppenabzugs, die geplante Militäroffensive auf die von den Kurden in Nordsyrien kontrollierte Region könne jederzeit beginnen.

Bundesregierung warnt vor den "Konsequenzen"

Die Bundesregierung hat vor "fatalen sicherheitspolitischen und humanitären Konsequenzen" einer türkischen Militäroffensive in Nordsyrien gewarnt. "Ein solches militärisches Eingreifen würde zu einer weiteren militärischen Eskalation in Syrien führen und zu einer fortgesetzten Destabilisierung des Landes beitragen", sagte die Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

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US-Präsident Donald Trump hat den Truppenabzug von der syrisch-türkischen Grenze damit begründet, dass regionale Mächte die Verantwortung für die Lage übernehmen sollten. Die USA müssten aus "diesen lächerlichen und endlosen Kriegen" aussteigen.