BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Labour: Neuer Versuch für Misstrauensantrag gegen Boris Johnson | BR24

© BR

Der britische Oppositionschef und Labour-Chef Jeremy Corbyn will ein Misstrauensvotum gegen den britischen Premierminister Johnson zu erreichen.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Labour: Neuer Versuch für Misstrauensantrag gegen Boris Johnson

Kurz bevor das britische Parlament aus der Sommerpause zurückkommt, versucht Labour-Chef Jeremy Corbyn erneut die Mehrheit für einen Misstrauensantrag gegen Premierminister Boris Johnson zu organisieren. Ein No-Deal-Brexit sei nur etwas für Reiche.

Per Mail sharen
Teilen

Eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Rückkehr des britischen Parlaments aus der Sommerpause schaltet die Opposition im Kampf gegen einen No-Deal-Brexit einen Gang nach oben. Am Dienstag stand ein Treffen des Labour-Chefs Jeremy Corbyn mit einflussreichen Abgeordneten anderer Parteien an, um Pläne für einen Misstrauensantrag gegen Premierminister Boris Johnson voranzubringen.

Jeremy Corbyn: No-Deal-Brexit ist Bankier-Brexit

Im "Independent" attackierte Corbyn Johnsons Pläne, Großbritannien am 31. Oktober notfalls auch ohne Austrittsabkommen aus der EU zu führen, als "Bankier-Brexit".

Johnson beim G7-Gipfel: geringfügig optimistischer

In der erwarteten Krise würden dann Gesetze gemacht, von denen nur Reiche profitierten. Beim G7-Gipfel in Biarritz hatte Johnson am Montag gesagt, er sei "geringfügig optimistischer", dass ein geordneter EU-Austritt möglich ist.

Jeremy Corbyn: No-Deal-Brexit macht Reiche nur reicher und mächtiger

"Der Kampf gegen einen No-Deal-Brexit ist nicht einer zwischen denen, die die EU verlassen wollen, und denen, die die Mitgliedschaft fortsetzen wollen", schrieb Corbyn im "Independent". "Es ist ein Kampf der vielen gegen die wenigen, die das Ergebnis des Referendums (für einen Austritt) kapern, um denen, die oben sind, noch mehr Macht und Reichtum zuzuschustern."

Nach erfolgreichem Misstrauensantrag könnte es schnell zu Neuwahlen kommen

Corbyn verlangte erneut ein neues Referendum oder Neuwahlen. Zu Wahlen könnte es schon innerhalb weniger Wochen kommen, sollte ein Misstrauensantrag gegen Johnson Erfolg haben und kein anderer Politiker eine stabile Regierung auf die Beine stellen können.

Boris Johnson könnte auch selber Neuwahlen vorschlagen

Möglich ist auch, dass Johnson selbst Blitzwahlen noch vor dem 31. Oktober vorschlägt - Labour könnte das nach der Forderung Corbyns nach Neuwahlen kaum ablehnen.