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Labour bricht Brexit-Gespräche ab | BR24

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Brexit-Gespräche gescheitert

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Labour bricht Brexit-Gespräche ab

Labour-Chef Jeremy Corbyn hat die Gespräche mit der britischen Regierung über einen Kompromiss im Brexit-Streit für gescheitert erklärt. Die Gründe erklärte er in einem Brief an Premierministerin Theresa May.

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Das Gezerre um einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU scheint kein Ende zu nehmen. Die Gespräche seien so weit wie möglich gegangen und er glaube nicht, dass es mit der auch innerparteilich angeschlagenen Premierministerin Theresa May zu einer Einigung komme, schrieb Corbyn in einem Brief an die konservative Regierungschefin. Mehrere Wochen lang hatten beide Seiten miteinander verhandelt. May will Anfang Juni ihr mit der EU ausgehandeltes Brexit-Abkommen ein viertes Mal zur Abstimmung im Unterhaus vorlegen. Bislang ist sie damit auch am Widerstand aus den eigenen Reihen gescheitert.

May bekommt Druck aus den eigenen Reihen

Die angedrohte Revolte gegen Premierministerin May in ihrer eigenen Partei bleibt vorerst aus. Das einflussreiche 1922-Komitee der Konservativen Partei setzt seine Drohung, ein neues Misstrauensvotum gegen May durchzusetzen, zunächst nicht um. Das ging aus einer Einigung mit May nach einem gestrigen Gespräch hervor. Gleichzeitig bekräftigte aber der frühere Außenminister Boris Johnson sein Interesse an dem Parteivorsitz, sollte May zurücktreten. Johnson gilt als schärfster Kritiker der Premierministerin:

"Natürlich werde ich mich bewerben. Das dürfte kein Geheimnis sein." Früherer britischer Außenminister Boris Johnson

Sollte er gewählt werden, könnte er auch der neue Premierminister werden. Die Chefs der Regierungsparteien werden in aller Regel auch Regierungschefs. May selbst hatte ihren Rücktritt in Aussicht gestellt, sollte das Parlament ihrem Brexitabkommen zustimmen.