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Kurzsichtig durch falsches Lesen und Dämmerlicht | BR24

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© dpa picture alliance

Unter Kindern steigt die Kurzsichtigkeit rasant an, sobald sie in die Schule kommen und viel lesen.

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Kurzsichtig durch falsches Lesen und Dämmerlicht

An schlechten Augen ist man meist selbst Schuld, sagt Frank Schaeffel von der Uni Tübingen im Interview mit der radioWelt. Nicht nur die Gene sind es, die dafür sorgen, dass mehr als jeder Dritte kurzsichtig ist, sondern falsche Verhaltensweisen.

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Sobald Kinder in die Schule kommen, werden viele davon ziemlich schnell kurzsichtig. Vor allem zwei Verhaltensweisen sind dafür verantwortlich: Zum einen verwenden die Kinder ihre Augen zu oft "im Nahbereich", erklärt der Tübinger Augenheilkundler Frank Schaeffel.

Das heißt: Sie lesen mit der Nase auf den Büchern und Bildschirmen. Die Augen passen sich an, indem sie ganz leicht in die Länge wachsen. Dann gelingt es ihnen besser, Gegenstände in der Nähe scharf zu stellen. Doch das bedeutet auch, dass das Auge kurzsichtig wird.

Jeden Tag zwei Stunden ans Licht

Zum anderen lesen Kinder zu viel im Dämmerlicht und die Räume sind oft zu dunkel. An Experimenten mit Hühnern, denen Brillen aufgesetzt wurden, hat Augenforscher Frank Schaeffel nachgewiesen, dass viel Tageslicht eine hohe Dopaminausschüttung in der Netzhaut bewirkt. Dopamin ist ein Botenstoff, der das Längenwachstum der Augen verhindert und damit die Kurzsichtigkeit.

Von Kindern, die viel draußen sind, waren nachweislich 23 Prozent weniger kurzsichtig als von den Stubenhockern. Deutsche Augenärzte empfehlen daher, mindestens zwei Stunden raus ans Tageslicht zu gehen.