BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Kultusminister: Jeder Schüler soll vor Ferien noch zur Schule | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe
Bildrechte: pa/dpa/Sven Hoppe

Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze.

15
Per Mail sharen

    Kultusminister: Jeder Schüler soll vor Ferien noch zur Schule

    Trotz Corona-Krise sollen alle Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen. Das schlagen die Kultusminister der Länder vor. Der bayerische Kultusminister Piazolo hat als Ziel Pfingsten ins Auge gefasst.

    15
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Trotz Corona-Beschränkungen sollen alle Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Konzept vor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Jede Schülerin und jeder Schüler soll bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können", steht in dem Papier, über das Bund und Länder an diesem Donnerstag beraten sollen. Es lag der dpa am Dienstag in übereinstimmenden Beschlussvorlagen vor.

    Kein regulärer Schulbetrieb

    Einen uneingeschränkten regulären Schulbetrieb für die rund elf Millionen Schüler in Deutschland wird es vor den Sommerferien laut Kultusministerkonferenz (KMK) aber nicht geben. Dies bestätigte auch der bayerische Kultusminister Piazolo (Freie Wähler) bei einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in München.

    Nach dem jetzigen Stand in der Corona-Krise sei dies aufgrund des Abstandsgebots von mindestens 1,50 Meter nicht möglich, heißt es in dem Konzept dazu. Ein Mix aus Präsenzunterricht und Lernen daheim solle ausgebaut, digitales Lehren und Lernen weiterentwickelt werden.

    Plan: Ab Pfingsten in Bayern wieder eingeschränkt Schule für alle

    Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will möglichst allen Schülern rasch wieder Unterricht in den Schulgebäuden ermöglichen. Es gebe zwar noch Abstimmungsbedarf, doch das Kabinett habe "als Zielvorstellung mal Pfingsten ins Auge" gefasst, sagte Piazolo im Anschluss an die Kabinettssitzung in München. Zumindest in eingeschränktem Umfang sollten möglichst alle Kinder und Jugendliche dann wieder Unterricht vor Ort erhalten.

    Zunächst Abschlussklassen 2021 und Viertklässler

    Nach den Abschlussklassen, die bereits seit dieser Woche wieder auch in ihren Klassenzimmern lernen, sollen nächsten Montag die Abschlussklassen des kommenden Jahres folgen. Auch die Viertklässler sollten dann möglichst schon in ihre Schulen zurückkehren, sagte Piazolo.

    Der Minister betonte aber: "Es wird auch bis zum Sommer keine Normalität an den Schulen geben, wie wir sie kennen." Stattdessen werde es einen "aufeinander abgestimmten" Dreiklang aus Präsenzunterricht in den Schulen, Lernen zu Hause und Notfallbetreuung geben. Die Kinder und Jugendlichen würden nicht nur gestaffelt an die Schulen zurückkehren, sondern dort auch zeitversetzt, also in Schichten, lernen. Zudem müsse man sich auf Prüfungs- und Kernfächer konzentrieren.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!