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"Kultur der Beleidigung": Papst geißelt soziale Medien | BR24

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Diese werde durch sozialen Medie verstärkt und präge ein Zeitalter der Spaltung und des Nationalismus, das im Gegensatz zur christlichen Mission stehe, Harmonie unter den Menschen zu stärken.

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"Kultur der Beleidigung": Papst geißelt soziale Medien

"Je mehr wir soziale Medien nutzen, desto weniger sozial verhalten wir uns", sagte Franziskus in seiner Pfingstpredigt. Der Pontifex rief zu mehr Gemeinsamkeit auf.

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Papst Franziskus hat in seiner Pfingstpredigt auf dem Petersplatz in Rom die sozialen Medien kritisiert. Er sprach von einer "Kultur der Beleidigung", die von den sozialen Medien verstärkt werde und im Gegensatz zur christlichen Mission stehe.

"Je mehr wir soziale Medien nutzen, desto weniger sozial verhalten wir uns." Papst Franziskus

Es sei Mode geworden, mit beleidigenden Adjektiven um sich zu werfen und "exklusivistische Ideen" zu streuen, beklagte der Papst. Als Exklusivismus wird die Vorstellung bezeichnet, im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein.

Grundsätzlich rief Franziskus die Christen zu mehr Einheit und Gemeinschaft auf. Zudem beklagte der Papst, dass es immer mehr Ungleichheit sowie Spannungen auf der Welt gibt. Er forderte ein Ende jeder Form von Nationalismus und Ethnozentrismus. Vor zehntausenden Gläubigen mahnte Franziskus auch, Böses nicht mit Bösem zu vergelten.

Deutsche Bischöfe blicken auf kirchlichen Wandel

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, warb an Pfingsten für den "synodalen Weg" zur Erneuerung der Kirche. Nur so könne die Kirche Beispiel für die Welt sein, wie respektvoll in der Kraft des Geistes ein einmütiges Miteinander gehe. Miteinander reden und einander verstehen zu können, seien zwei große menschliche Gaben, so der Erzbischof von München und Freising.

Der Bamberger Erzbischof Schick nahm in seiner Pfingstpredigt auf die vielen "Un"-Wörter in der Sprache Bezug. Wörter wie Unzufriedenheit und Ungleichheit drückten eine Sehnsucht nach Veränderung aus, erklärte Schick.

Nach Worten des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, weht an Pfingsten ein frischer Wind: "Pfingsten mischt unsere kirchlichen Milieus auf und bläst uns den Geist der Freiheit ins Herz", erklärte der bayerische Landesbischof.

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Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Marx, und der evangelische Landesbischof Bedford-Strohm erinnerten in ihren Predigten zu Pfingsten an die Gemeinschaft, die an Pfingsten entstanden sei.