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Künftig nur noch Stierkampf light | BR24

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Künftig nur noch Stierkampf light

Das Parlament der Balearen hat ein Gesetz beschlossen, das blutige Stierkämpfe verbietet. Die Tiere dürfen bei den Corridas künftig nicht mehr verletzt oder gar getötet werden. Auch das Stiertreiben von Fornalutx muss verändert werden.

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Auf den Balearen ist es damit zwar künftig nicht mehr erlaubt, dass Stiere verletzt werden. Allein mit einem roten Tuch "bewaffnet" dürfen die Torreros aber immer noch in die Arena. Allerdings immer nur für höchstens 10 Minuten. Dann können die Stiere die Arena wieder verlassen. Außerdem dürfen künftig keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mehr zuschauen.

Veränderungen erzwingt das neue Gesetz auch beim Stiertreiben von Fornalutx, im Nordwesten von Mallorca. Dort dürfen die Tiere künftig nicht mehr an ein Seil gebunden durch die Gassen getrieben werden, sondern müssen auf einem offenen Gelände frei laufen können.

Balearen sind nicht die Einzigen mit einem Verbot

Die balearischen Inseln, zu denen Mallorca, Menorca, Ibiza und auch Formentera gehören, sind die dritte spanische Region, die die klassischen Stierkämpfe verboten haben. Auch die Kanarischen Inseln und Katalonien haben das traditionsreiche Spektakel schon unterbunden. Allerdings wurde das regionale Verbot in Katalonien, das seit mehreren Jahren galt, im November vom spanischen Verfassungsgericht wieder gekippt.

Anhänger des Stierkampfs berufen sich darauf, dass die Corrida seit 2013 als "immaterielles Kulturgut" gilt.