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Kühnert will große Firmen wie BMW kollektivieren | BR24

© dpa-Bildfunk / Kay Nietfeld

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos

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Kühnert will große Firmen wie BMW kollektivieren

Die "Überwindung des Kapitalismus" sei ohne die Kollektivierung von Großunternehmen nicht denkbar, sagt der Juso-Chef in einem Interview. Auch den Immobilienbesitz will Kevin Kühnert beschränken.

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Juso-Chef Kevin Kühnert hat die Kollektivierung von Großunternehmen wie dem Automobilkonzern BMW gefordert. "Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar", sagte Kühnert der Wochenzeitung "Die Zeit".

Eine solche Kollektivierung müsse "auf demokratischem Wege" ablaufen, erklärte Kühnert, ohne ins Detail zu gehen. Er betonte: "Mir ist weniger wichtig, ob am Ende auf dem Klingelschild von BMW 'staatlicher Automobilbetrieb' steht oder 'genossenschaftlicher Automobilbetrieb' oder ob das Kollektiv entscheidet, BMW braucht es in dieser Form nicht mehr." Entscheidend sei, dass die Verteilung der Profite demokratisch kontrolliert werde. "Das schließt aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer dieses Betriebs gibt."

Mit Blick auf BMW fragte Kühnert: Warum gehöre den Beschäftigten nicht zu gleichen Anteilen dieses Unternehmen, "würden wir dann keine Autos mehr erfinden und produzieren?" Eine solche Meinung würde jeglichen inneren Antrieb des Menschen zum Fortschritt negieren, so der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation.

Laut Kühnert am besten keine privaten Vermietungen mehr

Kühnert bekannte sich zu einem sozialistischen Wirtschaftsmodell. Dies sei auch mit dem derzeitigen privaten Wohnungsmarkt nicht vereinbar. "Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten", sagte Kühnert. "Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt", forderte der SPD-Politiker. Noch besser seien genossenschaftliche Lösungen, im Optimalfall gebe es überhaupt keine privaten Vermietungen mehr.

Kühnert: Sozialismus "kein autoritäres Konzept"

Klar distanzierte sich der Juso-Chef von bisherigen Formen des Staatssozialismus wie in der DDR. In solchen Modellen habe es meistens einen "eklatanten Mangel an demokratischer Mitbestimmung" gegeben.

Aus seiner Sicht sei dagegen "demokratischer Sozialismus" ein untrennbares Begriffspaar. Sozialismus sei "kein autoritäres Konzept", hob er hervor.

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