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Kuba feiert den 60. Jahrestag der Revolution | BR24

© dpa-Bildfunk/Yamil Lage

Kubas Kommunisten feiern 60. Jahrestag der Revolution

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Kuba feiert den 60. Jahrestag der Revolution

Am 60. Jahrestag der kubanischen Revolution hat Ex-Präsident Raúl Castro den USA eine Rückkehr zur Politik der Konfrontation mit dem sozialistischen Inselstaat vorgeworfen. Die Regierung Trumps versuche, dem Land die Schuld für alle Übel zu geben.

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60 Jahre nach dem Sieg der kubanischen Revolutionäre über den Diktator Fulgencio Batista hat die Parteiführung alle Bürger auf die Verteidigung des Sozialismus eingeschworen. "Zufrieden und glücklich sehen wir mit eigenen Augen, wie neue Generationen den Sozialismus aufbauen. Das ist der einzige Weg zur Unabhängigkeit", so der Chef der Kommunistischen Partei Kubas und frühere Präsident Raúl Castro in Santiago de Cuba.

Castro kritisiert Regierung Trumps

Castro warnte vor einer erneuten Konfrontation mit den Vereinigten Staaten. "Die Sprache der Stärke und die Drohungen machen uns keine Angst", sagte der langjährige Chef der Streitkräfte. "Wir Kubaner sind auf eine Konfrontation vorbereitet, die wir nicht wollen und die die kühleren Köpfe in der US-Regierung hoffentlich vermeiden können."

Der friedliche Karibikstaat werde von den USA als Bedrohung für die Region dargestellt. Unter der Präsidentschaft Trumps hat sich das Verhältnis der USA zu Kuba nachhaltig verschlechtert. Trump nahm eine Reihe von Maßnahmen wie Reise- und Investitionserleichterungen zurück. Sein Vorgänger Barack Obama hatte eine Wiederannäherung an den sozialistischen Inselstaat eingeleitet. 2015 wurden die diplomatischen Beziehungen nach 50 Jahren Unterbrechung wieder aufgenommen. Die seit 1962 geltende Wirtschaftsblockade blieb aber in Kraft.

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Am Neujahrstag hatten die kubanischen Revolutionäre um Fidel Castro und seinen Bruder Raúl die staatlichen Truppen geschlagen. Diktator Fulgencio Batista musste ins Ausland fliehen. 60 Jahre danach öffnet sich das Land langsam.

Rede am Grab des Bruders

Castro hielt die Rede am Grab seines älteren Bruders Fidel Castro, der Ende 2016 gestorben war. Auch der 58-jährige Präsident Miguel Díaz-Canel, der das Amt im April von Raúl Castro übernommen hatte, nahm an der Gedenkfeier teil.

Allein regierende kommunistische Partei bleibt führende Kraft

Am Neujahrstag 1959 hatte die Revolutionsarmee um Fidel Castro und seinen Bruder Raúl nach zwei Jahren Guerillakampf die staatlichen Truppen geschlagen, Machthaber Batista floh ins Ausland. Die Castros errichteten in den folgenden Jahrzehnten ein sozialistisches Bollwerk im Hinterhof der USA. Gesundheitsversorgung und Bildungswesen auf der Karibikinsel galten lange Zeit als vorbildlich, Meinungsfreiheit gibt es aber bis heute nicht.

Unter dem wachsenden wirtschaftlichen Druck ließ die Regierung zuletzt eine vorsichtige Öffnung zu. So sind mittlerweile Kleinbetriebe zugelassen, Immobilien und Autos dürfen frei verkauft werden. Die absolute Macht der Kommunistischen Partei bleibt allerdings weiterhin unangetastet.

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