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Kritik an Talkshow-Auftritt einer Muslimin mit Niqab | BR24

© Screenshot ARD

Moderatorin Anne Will im Gespräch mit Schweizer Muslimin Nora Illi

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    Kritik an Talkshow-Auftritt einer Muslimin mit Niqab

    Das Thema des ARD-Talksendung "Anne Will" lautete "Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?" Der Auftritt einer vollverschleierten Muslimin stößt auf scharfe Kritik.

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    Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz, eckte schon während der Sendung nicht nur mit ihrem Niqab an, der nur die Augen freilässt, sondern auch mit ihren Aussagen. Illi beklagte mehrere Male, dass in Deutschland Muslime ausgeschlossen würden. Jeder sollte das Recht haben fünfmal am Tag zu beten, sagt sie, auch am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden.

    Besonders ihre Behauptung, wenn Muslime nicht ernst genommen würden, könne sie eine Radikalisierung verstehen, stößt auf Empörung - zum Beispiel bei Talkgast Wolfgang Bosbach. Der CDU-Innenexperte sagte in der Sendung: "Der politische Islam, der Islamismus und der Scharia-Islam gehören nicht zu unserem Land."

    Empörung auch im Netz

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke brachte auf Twitter seine Erregung zum Ausdruck: "Dass man im Fernsehen dem radikalen Islam eine solche Plattform bietet, finde ich abenteuerlich!". Diese Meinung vertraten auch sehr viele Zuschauer im Netz.

    Die frühere baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) kommentierte: "Zustimmung. Provokation. Und Quote. Morgen redet jeder darüber. Medienkrise zu Zeiten von Talkshow-Overkill..."

    Die Talksendung "Anne Will" kam auf 5,09 Millionen Zuschauer (16,7 Prozent).

    Von
    • Marc Strucken
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