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Kriegsende und Befreiung im BR: Radio und Fernsehen | BR24

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    Kriegsende und Befreiung im BR: Radio und Fernsehen

    Mit zahlreichen Fernsehdokus, Spielfilmen und Hörfunksendungen erinnert der Bayerische Rundfunk an die letzten Tage des Krieges, und die Befreiung der bayerischen Konzentrationslager Flossenbürg und Dachau.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Mittwoch, 29. April, 22.00 und 22.45 Uhr, BR Fernsehen

    Samstag, 2. Mai, 20.15 und 21.00 Uhr, ARD-alpha

    KL Dachau

    Die zweiteilige Doku erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven in filmisch noch nie da gewesener Detailtiefe die Geschichte jenes Lagers, das von 1933 bis 1945 und damit länger existierte als jedes andere KZ, und das als Blaupause diente für alle anderen Konzentrationslager im Dritten Reich. "KL" ist die in offiziellen Dokumenten der SS und im Sprachgebrauch verwendete Abkürzung für Konzentrationslager.

    Der erste Film "Das System" widmet sich der Organisation des Lagers durch die SS. Es wird beschrieben, wie das KL Dachau zur "Schule“ wurde für die späteren SS-Kommandanten von Vernichtungslagern wie Auschwitz, und welche Mechanismen das Funktionieren der Mordmaschine sicherstellten, bevor sie Anfang 1945 im völligen Chaos zusammenbrach.

    Der zweite Teil "Im Lager" schildert das KZ aus Sicht der Gefangenen des Systems. Über ihre Tagebucheinträge kommen die KZ-Häftlinge praktisch selbst zu Wort: ein fränkischer Rechtsberater und eine Berliner Sekretärin, beide jüdischer Abstammung, ein Münchner Kommunist, ein slowenischer Kriegsgefangener, ein österreichischer Dissident und ein polnischer Priester.

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    Weitere Programm-Highlights

    Mehrere Spielfilme im BR Fernsehen setzen sich am Samstag, 2. Mai, fiktional mit dem Ende des Krieges, den Aufbaujahren und den langen Schatten der Vergangenheit auseinander: In seinem Film "Rama dama" (20.15 Uhr) aus dem Jahr 1990 erzählt der am 11. Februar 2020 verstorbene Regisseur Joseph Vilsmaier vom Überlebenswillen der Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Während ihr Ehemann Felix in Russland verschollen ist, verliebt sich die Trümmerfrau Kati in einen anderen Mann und teilt mit ihm ihren Alltag. Doch plötzlich steht Felix in der Tür, und Kati muss eine schwere Entscheidung treffen. BR Mediathek: nach Ausstrahlung bis 9. Mai 2020.

    Anschließend, um 22.10 Uhr, schildert Regisseur Niki Stein in "Wiedersehen mit einem Fremden" aus dem Jahr 2010 die Geschichte von Lisbeth, die mit ihrem kleinen Sohn auf dem Schwarzwaldhof der Schwiegereltern den Krieg überlebt hat, aber dort nur geduldet wird. Als ihr Mann Max 1955 als Spätheimkehrer aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, hofft sie auf glücklichere Zeiten. Doch Max ist an Körper und Seele völlig verändert. BR Mediathek: nach Ausstrahlung drei Monate.

    Die Ungewissheit über das Schicksal vermisster Angehöriger belastete die Menschen noch viele Jahre nach Kriegsende. Dies ist auch das Thema von Matti Geschonnecks Film "Der verlorene Bruder" (23.40 Uhr) aus dem Jahr 2014: Die Fleischhändlerfamilie Blaschke ist in den Jahren des Wirtschaftswunders zu Wohlstand gekommen. Überschattet wird das Glück jedoch vom Verlust des erstgeborenen Sohnes in den Wirren der Flucht aus den Ostgebieten. Als die Eltern von der Existenz eines Findelkindes erfahren, schöpfen sie neue Hoffnung. BR Mediathek: nach Ausstrahlung bis 9. Mai 2020.

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    Am Dienstag, 5. Mai, um 21.00 Uhr, schildert die preisgekrönte Doku "Todeszug in die Freiheit" von Thomas Muggenthaler die einzigartige Befreiung eines Transports von 1500 KZ-Häftlingen durch die tschechische Bevölkerung. Anschließend erzählt der bei Kriegsende 14 Jahre alte Leslie Schwartz, wie er die Lager Auschwitz und Dachau sowie einen Todeszug durch Oberbayern überlebte: "Der Mühldorfer Todeszug – Begegnungen gegen das Vergessen", um 21.45 Uhr.

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    Die neu produzierte Dokumentation "Aus den Trümmern in die Freiheit – Bayern nach dem Krieg" am Mittwoch, 6. Mai, um 22.00 Uhr im BR Fernsehen, schildert den Weg Bayerns von Kriegsende bis zur bayerischen Akzeptanz des Grundgesetzes Ende Mai 1949. Das Bayerische Parlament hatte dem Grundgesetz nicht direkt zugestimmt, aber seine Verbindlichkeit für den Fall anerkannt, dass zwei Drittel der Bundesländer das Grundgesetz ratifizieren würden. Bayern lag, wie das gesamte Deutschland, nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes in Trümmern. Jetzt bot sich die Chance zu einem voraussetzungslosen Neuanfang. BR Mediathek: nach Ausstrahlung bis 6. Mai 2021.

    Im Anschluss (23.40 Uhr) ist Wolfgang Staudtes Film "Rosen für den Staatsanwalt" aus dem Jahr 1959 zu sehen. Die brillant gespielte Satire auf die junge Bundesrepublik prangert die personellen Kontinuitäten von der Nazizeit zur Bundesrepublik an und basiert auf einem authentischen Fall. In der Nachkriegszeit begegnet Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) dem ehemaligen Militärrichter und inzwischen zum Oberstaatsanwalt aufgestiegenen Schramm (Martin Held) wieder, der ihn in den letzten Kriegstagen wegen einer Lappalie zum Tode verurteilt hatte. Kleinschmidt entkam der Urteilsvollstreckung damals nur durch einen glücklichen Zufall.

    Das Kriegsende auf BR-alpha

    Der Bildungskanal ARD-alpha sendet unter dem Titel "alpha-thema: 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs" von Montag, 4., bis Donnerstag, 7. Mai täglich einen Schwerpunkt am Abend mit Dokumentationen zum Thema Kriegsende in Bayern.

    Zu den Höhepunkten zählt die zweiteilige Dokumentation "Bayern macht Geschichte – Kriegsende 1945" am Montag, 4. Mai, um 20.15 und 21.00 Uhr. Die Doku folgt den im April 1945 vorrückenden Amerikanern auf ihrem Weg nach Süden und zeigt Schlüsselereignisse, Tragödien und Missverständnisse der letzten Kriegswochen in Bayern. Für den Film wurde umfangreiches Filmmaterial ausgewertet, das die Kameramänner des United States Army Signal Corps täglich für die amerikanische Wochenschau drehten.

    Im Anschluss berichten in "Sehen statt hören – So war es vor 75 Jahren" gehörlose Zeitzeugen von den schrecklichen Ereignissen, die sie am Ende des Krieges, etwa bei der Flucht aus Ostpreußen, erlebt hatten (21.45 Uhr).

    radioDoku (fünf Sendungen)

    Kindheit im Lager – Die Überlebenden des Holocaust Zeitzeugen erinnern sich an ihre Kindheit im Konzentrationslager, Todesmärsche, Befreiung der KZs – und daran, dass Juden auch im Nachkriegsdeutschland nicht immer willkommen waren. Die Radiofeatures sind Teil des großen multimedialen ARD-Projekts "Kinder des Krieges – Deutschland 1945".

    Sonntag, 3. Mai bis 7. Juni 2020, immer sonntags um 17.05 Uhr, Bayern 2