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Evakuierung von Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" gestoppt | BR24

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Das havarierte Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" entging nur knapp einer Katastrophe.

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Evakuierung von Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" gestoppt

Das am Samstag in Seenot geratene Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" wird derzeit in die norwegische Hafenstadt Molde geschleppt. Die Evakuierung des Schiffs mit Hubschraubern ist vorerst unterbrochen, die Lage unter Kontrolle.

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Das bei stürmischer See vor der norwegischen Küste havarierte Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" steuert derzeit in Begleitung zweier Schlepper den Hafen von Molde an. Mittlerweile konnten die Motoren des Schiffes zumindest zum Teil wieder in Gang gebracht werden.

479 Menschen bislang an Land gebracht

Laut dem südnorwegischen Rettungsdienst ist die Evakuierung des Schiffs mit Hubschraubern vorerst ausgesetzt. Die Nachrichtenagentur NTB berichtete, der Kapitän werde während der Fahrt entscheiden, ob die Rettung per Helikopter fortgesetzt werden solle – die Lage ist derzeit aber unter Kontrolle. In den Stunden davor waren laut Reederei 479 der insgesamt 1373 Menschen an Bord an Land geflogen worden. Auf dem Schiff befinden sich derzeit noch 436 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder. Laut Polizei wurden 17 Menschen verletzt, drei davon schwer.

Viking Sky war bei schwerem Sturm in Seenot geraten

Das Schiff war am Samstag auf dem Weg von Tromsö nach Starvanger bei schwerer See in Seenot geraten, weil es wegen eines Motorschadens manövrierunfähig geworden war. Zum Zeitpunkt des Notrufs herrschte vor der norwegischen Küste starker Sturm, die Wellen schlugen bis zu 15 Meter hoch. Videos der Passagiere zeigen, wie die Möbel auf dem stark schwankenden Schiff verrutschen und Menschen in Rettungswesten auf ihre Evakuierung warten.

Passagiere per Hubschrauber ausgeflogen

Da es in dem Küstenabschnitt Hustadvika viele kleine Inseln und Riffe gibt und eine Kollision drohte, entschieden sich die Rettungskräfte, die Passagiere sofort per Hubschrauber zu evakuieren. Die ganze Nacht über wurden Menschen ausgeflogen, allerdings ging das nur langsam voran, da jeder Passagier einzeln in den Helikopter gezogen werden musste. "Es war Chaos pur", sagte der US-Amerikaner John Curry dem Rundfunksender NRK. "Wie der Hubschrauber vom Schiff an Land geflogen ist, daran möchte ich lieber nicht denken. Das war nicht schön." Die Passagierin Janet Jacob sagte, so etwas Angsteinflößendes sei ihr noch nie passiert. Als sie mit dem Hubschrauber an Land gebracht worden sei, habe es "wie bei einem Tornado" gewindet.

Zwei deutsche Frauen unter den Passagieren

Laut der Reederei sind auch zwei deutsche Frauen im Alter von 74 und 66 unter den Passagieren. Ob sie bereits in der Nacht von Bord geholt wurden oder am Sonntag weiter auf dem Schiff ausharren mussten, war laut einem Sprecher von Viking Cruises zunächst unklar. Das Rote Kreuz teilte mit, viele der Passagiere seien traumatisiert. Sie würden psychologisch betreut.

Frachtschiff-Besatzung in Sicherheit

In Sicherheit sind Berichten zufolge inzwischen auch die neun Besatzungsmitglieder des Frachtschiffs "Hagland Captain". Es war der "Viking Sky" nach deren Notruf zu Hilfe geeilt, hatte dann aber selbst mit einem Motorschaden zu kämpfen und war ebenfalls in Seenot geraten.

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Weitere Information zur Verweildauer

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In Norwegen war gestern die "Viking Sky" wegen eines Motorproblems in Seenot geraten. Hier ein Video der Rettungsaktion.