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Krauss-Maffei-Wegmann: Enormes Einsparpotenzial für Bundeswehr | BR24

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Ein Panzer auf der Teststrecke von Krauss-Maffai Wegmann

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Krauss-Maffei-Wegmann: Enormes Einsparpotenzial für Bundeswehr

Um die Ausrüstung der Bundeswehr ist es schlecht bestellt. Dabei könnte Ausrüstung sehr viel schneller und vor allem deutlich kostengünstiger beschafft werden, sagt Frank Haun, Chef des Münchner Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) dem BR.

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Die Einspar-Potenziale bei Rüstungsgütern seien gewaltig. Allein bei Landfahrzeugen wie Panzern oder gepanzerten Transportern könnte der Preis um bis zu 30 Prozent fallen, würden es die europäischen Staaten mit der Kooperation ernst meinen. Das sagte KMW-Chef Frank Haun im B5-Interview der Woche.

Mehr Kooperation beim Kauf von Panzern innerhalb der EU

Bedingung dafür wäre, dass die einzelnen europäischen Armeen mehr oder weniger identische Fahrzeuge bestellen. Bisher herrsche hier Kleinstaaterei. So kauften die unterschiedlichen Länder zwar häufig dasselbe Grundfahrzeug, würden dann aber auf teure Sonderanfertigungen etwa bei der Verglasung, der Panzerung oder dem Getriebe bestehen. Diese Sonderwünsche würden die Kosten auch bei der Wartung und der Ausbildung nach oben treiben.

Mehr Europa beim Thema Rüstungsexporte

Mehr Europa fordert Haun auch beim Thema Rüstungsexporte. Hier brauche man eine einheitliche und nachhaltige Politik mit klaren Regeln. Grundpfeiler sei eine deutsch-französische Zusammenarbeit. Grundsätzlich biete aber auch die Nachfrage aus Europa viel Potenzial für die Verteidigungsbranche. So gebe es in den EU- und NATO-Staaten des Kontinents heute 8.000 überwiegend veraltete Kampfpanzer. Ein großer Teil davon dürfte in den kommenden Jahren durch neue Modelle wie den Leopard 2 ersetzt werden, so Haun. Ab dem Jahr 2035 könnte es dann auch erstmals einen deutsch-französischen Kampfpanzer geben. Gemeinsam mit seinem französischen Partner Nexter entwickelt KMW derzeit Konzepte für einen Nachfolger des Leopard 2.

Quelle: B5 aktuell, Interview der Woche.

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