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Bildrechte: picture alliance/dpa-Zentralbild/Bernd Wüstneck

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) befürchtet trotz steigender Infektionszahlen derzeit keine Überfüllung von Intensivstationen. Der Geschäftsführer Roland Engehausen sprach sich deshalb gegen einen harten Lockdown aus.

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Krankenhausgesellschaft: Intensivstationen nicht überfüllt

Lockdown ja oder nein? Während einige Experten einen Lockdown für unvermeidlich halten, sind andere dagegen. Auch die Bayerische Krankenhausgesellschaft sieht keine Notwendigkeit. Derzeit seien die Intensivstationen nicht überfüllt.

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Von
  • Rolf Büllmann

Eine Überfüllung von Intensivstationen in Krankenhäusern gebe es "zumindest nicht akut", sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, im Interview mit der Bayern 2-radioWelt.

Im Vergleich zum Februar seien zwar 20 Prozent mehr Menschen auf den Intensivstationen, aber die Situation sei nicht vergleichbar mit der Lage rund um Weihnachten, so Engehausen. Durch Impfungen und Schnelltestes sei die Situation eine andere.

Gegen einen harten Lockdown

Engehausen sprach sich deshalb gegen einen harten Lockdown aus, obwohl er die Warnungen der Intensivmediziner natürlich ernst nehme. Engehaus:

Wir sehen, dass wir durch das Impfen, gerade in den Alten- und Pflegeheimen, deutlich niedrigere Sterbezahlen haben, etwa um 80 Prozent reduziert. Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft

Daher gehe es jetzt nicht darum, einen ganz harten Lockdown zu machen, sondern die bereits definierte Notbremse einzuhalten und regional nachzusteuern.

Mehr Risikopatienten geimpft

Weil mittlerweile schon viele Risikopatienten geimpft seien und die Zahl der jüngeren Infizierten steige, könne man die derzeitigen Inzidenzwerte nicht mit jenen vom November vergleichen. Damals hätten die Krankenhäuser größere Sorgen gehabt als derzeit, betonte Engehausen.

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