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Krankenhausgesellschaft erwartet mehr Covid-Intensivpatienten | BR24

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Mit der Zahl der Corona- Neuinfizierten wird nach Meinung von Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigen. Er rechnet mit mehreren tausend Covid-Patienten zum Jahresende.

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Krankenhausgesellschaft erwartet mehr Covid-Intensivpatienten

Mit der Zahl der Corona- Neuinfizierten wird nach Meinung von Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigen. Er rechnet mit mehreren tausend Covid-Patienten zum Jahresende.

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Von
  • Veronika Lohmöller
  • Birgit Harprath

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge mehr als 4.000 Neuinfektionen gemeldet.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet damit, dass sich die steigenden Zahlen auch auf die Belegungen in den Krankenhäusern auswirken werden.

"Wir wissen aus den Zahlen der letzten Monate, dass wir etwa zwei Wochen hinter der Entwicklung der Infektionszahlen hinterherhinken, was die Patienten in den Krankenhäusern angeht. Die Zahlen werden deutlich steigen und man muss davon ausgehen, dass wir bis zum Jahresende wieder mehrere tausend Covid-Patienten in den Intensivstationen in Deutschland haben werden." Gerald Gaß, Deutsche Krankenhausgesellschaft

Zur Zeit stünden etwa 8.500 Betten frei - bei etwa 500 Covid-Patienten. Das ist laut Gaß eine enorme Zahl.

"Und wir können darüber hinaus etwa 12.000 Betten innerhalb von sieben Tagen aktivieren. Aber es wird enger. Und es kann natürlich sein, das hatten wir auch im Frühjahr, dass einzelne regionale Krankenhäuser dann auch voll belegt sein werden was die Intensivkapazitäten angeht. Und dann müssen die Patienten auch in andere Regionen verteilt werden." Gerald Gaß

Finanzielle Absicherung der Krankenhäuser

Finanziell sieht der Gerald Gaß die deutschen Krankenhäuser ausreichend ausgestattet.

"Wir sind durch die erste Pandemiewelle ganz gut durchgekommen. Da gab es einen Rettungsschirm. Der hatte bis Ende September gewirkt." Gerald Gaß

Wenn die Zahlen jetzt wieder steigen, werde der Bundesgesundheitsminister in ähnlicher Weise reagieren müssen, betonte Gaß.

"Ich bin da aber zuversichtlich und hab vertrauen in die Politik. Denn alle wissen, die Krankenhäuser müssen weiterarbeiten und wir dürfen auf keinen Fall die Existenzen unserer Kliniken riskieren." Gerald Gaß

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