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Kraftfahrtbundesamt entdeckt neue Schummel-Software bei Daimler | BR24

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Im Dieselskandal hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) einem Zeitungsbericht zufolge eine bisher unbekannte Schummel-Software bei Daimler entdeckt. Die Behörde habe ein formelles Anhörungsverfahren gegen den Autobauer eingeleitet.

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Kraftfahrtbundesamt entdeckt neue Schummel-Software bei Daimler

Im Dieselskandal hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) einem Zeitungsbericht zufolge eine bisher unbekannte Schummel-Software bei Daimler entdeckt. Die Behörde habe ein formelles Anhörungsverfahren gegen den Autobauer eingeleitet.

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Grund für die Einleitung des Anhörungsverfahrens gegen Daimler sei der Verdacht auf eine weitere "unzulässige Abschaltvorrichtung", berichtet die "Bild am Sonntag" (BamS). Betroffen sind demnach 60.000 Fahrzeuge vom Mercedes-Benz-Modell GLK 220 CDI mit der Abgasnorm 5, die zwischen 2012 und 2015 produziert wurden.

Umstrittene Software-Funktion bereits im Herbst 2018 entdeckt

Die Behörde war dem Bericht zufolge bereits im Herbst 2018 auf die umstrittene Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Weitere Emissionsmessungen bei einem GLK-Modell hätten den Verdacht dann erhärtet. So werde der gesetzliche Grenzwert für Stickoxide im Neuen Europäischen Prüfzyklus (NEFZ) nur eingehalten, wenn die sogenannte Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung aktiv ist. Im Straßenbetrieb werde die Funktion dagegen deaktiviert und der Grenzwert von 180 Milligramm pro Kilometer deutlich überschritten.

Daimler bestätigt Anhörungsverfahren und kooperiert

Ein Daimler-Sprecher bestätigte das Anhörungsverfahren: "Wir kooperieren vollumfänglich mit dem Kraftfahrt-Bundesamt und prüfen den beschriebenen Sachverhalt", sagte er der "BamS". Daimler musste vergangenes Jahr auf Anordnung des KBA schon mehrfach Fahrzeuge zurückrufen, davon 280.000 in Deutschland. Daimler führt die Rückrufe zwar aus, hat aber Widerspruch eingelegt.

Wollte Daimler etwas verbergen?

Laut der "BamS" hat das KBA herausgefunden, dass die neu entdeckte Funktion bei Software-Updates von Daimler unbemerkt entfernt wurde. Ob und warum dies geschehen ist, wollte ein Daimler-Sprecher aus rechtlichen Gründen nicht beantworten. "Die Behauptung, dass wir mit der freiwilligen Service-Maßnahme etwas 'verbergen' wollen, ist unzutreffend, sagte der Sprecher. Zur einer möglichen Verantwortung von Entwicklungsvorstand Ola Källenius sagte er: "Herr Källenius gibt persönlich keine Software-Updates frei."

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Im Diesel-Skandal kommt ein neuer Verdacht ans Tageslicht: Der Autobauer Daimler soll eine weitere Software-Manipulation im Motor verschwiegen haben. Betroffen sind rund 60.000 Geländewagen. Das Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt.