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Konferenz zum Artensterben: So schlimm wie Klimawandel? | BR24

© picture-alliance/dpa

Eine Eisbärenmutter marschiert mit ihren Jungen auf Futtersuche über Eisschollen (Archivbild)

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    Konferenz zum Artensterben: So schlimm wie Klimawandel?

    Der Weltartenschutzrat in Paris diskutiert seinen Report zum Zustand der Natur. Bis zu einer Million Arten könnten bald verschwinden. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem eindringlichen Appell.

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    Mit einer deutlichen Mahnung hat die Weltkonferenz zur Artenvielfalt in Paris begonnen. Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), erklärte zum Auftakt des Treffens:

    "Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel." Robert Watson, IPBES-Präsident

    Diplomaten und Wissenschaftler der 132 Mitgliedstaaten beraten bis zum Wochenende über Handlungsoptionen für die Politik. Erstmals seit 2005 soll zum Abschluss der Konferenz am 6. Mai ein globaler Zustandsbericht veröffentlicht werden.

    Bis zu einer Million Arten bedroht

    Dafür haben 150 Experten aus 50 Ländern drei Jahre lang tausende Studien zur Artenvielfalt ausgewertet. Nun werden sie während der Konferenz zusammen mit den Regierungsvertretern eine Woche lang an einem Papier mit den Kernaussagen ihres Reports feilen, das dann als Handlungsgrundlage unter anderem für Politiker dienen soll.

    Schon der vorläufige Bericht zeichnet ein düsteres Bild: Demnach sind bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele von ihnen könnten bereits in den kommenden Jahrzehnten verschwinden.

    Umweltministerin Schulze hofft auf gemeinsame Lösungen

    Noch vor Beginn der Konferenz hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze die existenzielle Bedeutung des Kampfs gegen das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten betont. Sie hoffe, dass die Weltgemeinschaft sich mit dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES auf einen gemeinsamen, wissenschaftlich fundierten Sachstand einigt, der dabei helfe, gemeinsame Lösungen zu entwickeln, so die SPD-Politikerin.