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Kommentar: Endlich geeint | BR24

© BR / Tanja Schnitzler

Stephanie Stauß, Leiterin BR-Hauptstadtstudio

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    Kommentar: Endlich geeint

    Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie liegen auf dem Tisch und sie sind beschlossen - und diesmal einheitlich für die gesamte Bundesrepublik. Gut so, meint die Hauptstadtstudioleiterin des BR Stephanie Stauß. Aber: warum erst jetzt?

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    Die Länderchefs haben das geschafft, was manche von Ihnen und besonders auch die Kanzlerin schon lange angemahnt hatten: Einigkeit, gemeinsame Beschlüsse! Ok: Thüringen mit kleinen Einschränkungen. Jetzt sind auch diejenigen über ihren Schatten gesprungen, die in ihren Bundesländern weit weniger Corona-Infizierte haben, als andere. Das kommt spät, ist aber richtig.

    Die Einschnitte müssen sein

    Wieder Geisterspiele in den Fußballstadien! Wieder Theater, Fitnessstudios, Kinos: dicht! Bars, Kneipen, Restaurants zu! Ja, die Maßnahmen sind hart, sehr hart! Bei den exponentiell steigenden Infektionszahlen aber sind diese Einschnitte unumgänglich. Erst recht, weil Intensivstationen voll laufen und Krankenhäuser bald an ihre Grenzen stoßen könnten.

    Harte Maßnahmen sollen kompensiert werden

    Keine Frage, ich kann diejenigen nur zu gut verstehen, die seit dem ersten sogenannten Lockdown im März um ihre Existenz bangen; stink sauer sind, dass sie ihr Restaurant, ihr Kino oder ihr Kosmetikstudio wieder schließen müssen. Für die, die sich konsequent an Hygienekonzepte gehalten haben, ist das mehr als ein Schlag in die Magengrube! Aber - so wie es die Kanzlerin betont - bei 75 Prozent der Infektionen ist nicht klar, was der "Treiber" ist. Das zeigt: Kontakte müssen vermieden werden, überall da, wo es geht. Und immerhin: Es gibt finanzielle Hilfe!

    Aus Fehlern gelernt

    Aus Sorge, dass Schulschließungen dramatische soziale Folgen haben könnten, bleiben Schulen und Kitas diesmal offen. Was schließen? Was nicht? Im Gegensatz zum Frühjahr haben die Entscheider diesmal genauer hingeschaut.

    Wieso nicht früher?

    Wieso aber kommt dieser gemeinsame Weg erst jetzt? Hätte das nicht schon vor zwei Wochen klappen müssen? Schon da hieß es: Es ist nicht 5 vor 12, sondern 12! Was ist es denn jetzt? 5 nach 12? Und wird nicht immer argumentiert: Schnelligkeit und rasches Handeln ist wichtig? Das, was jetzt beschlossen wurde, hätte vor zwei Wochen vielleicht nicht so hart ausfallen müssen. Viel wichtiger aber ist, dass sich alle jetzt daran halten.

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