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Kohlekraftwerke verbrauchen Wasser für eine Milliarde Menschen | BR24

© pa/dpa/Oliver Berg

Trinkwasser

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    Kohlekraftwerke verbrauchen Wasser für eine Milliarde Menschen

    Mit dem Wasserverbrauch aller Kohlekraftwerke ließe sich eine Milliarde Menschen mit Trinkwasser versorgen. Dies belegt ein Greenpeace-Report, der die Auswirkungen der 8.400 Kohlekraftwerke auf den aktuellen und künftigen Wasserbedarf analysiert.

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    Kohlestrom allein ist für rund sieben Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs verantwortlich. Neben dem nötigen Kühlwasser der Kraftwerke werden enorme Wassermengen in den Kohleminen sowie zum Waschen der Kohle verbraucht. Dazu werden Kohleaschedeponien besprüht, um zu verhindern, dass sich gesundheitsschädlicher Kohlestaub ausbreitet. 

    Geplante Kohlekraftwerke in Regionen mit wenig Reserven

    Hinzu kommt: Ein Viertel der geplanten Kohlekraftwerke liegen in Regionen mit Wasserknappheit. Die Studie identifiziert dabei Regionen, in denen bestehende und geplante Kohlekraftwerke den Wassermangel weiter verstärken.

    Die meisten zusätzlichen Kohlekraftwerke planen weltweit China (derzeit 237 Gigawatt (GW) an neuen Kohlekapazitäten), Indien (52 GW) und die Türkei (7 GW). Fast die Hälfte der geplanten chinesischen Kohlekraftwerke soll in Regionen entstehen, in denen bereits heute Wassermangel herrscht. Die geplanten weiteren Kohlekraftwerke würden den Wasserverbrauch fast verdoppeln.

    "Kohlekraftwerke befeuern nicht nur den Klimawandel, sie rauben uns auch die wertvollste Ressource - das Wasser. In Zeiten günstiger und sauberer erneuerbarer Energien lassen sich weitere Kohlekraftwerke nicht mehr verantworten." Karsten Smid, Greenpeace-Energieexperte