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SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles

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Koalitionsverhandlungen - Nahles gegen fixes Enddatum

Die SPD will sich bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Sie sei für zügige Gespräche, aber ohne fixes Enddatum, sagte Fraktionschefin Nahles im ARD-Morgenmagazin.

"Ich würde mir ungerne dann doch solche absoluten Enddaten setzen, dann gibt's wieder Nachtsitzungen, wo alle übermüdet sind", sagte Nahles. "Gerne zügig, aber auch mit der nötigen Sorgfalt." Dass Deutschland schon lange auf eine neue Regierung warte, habe nicht nur an der SPD gelegen. Die Union hofft auf einen Abschluss innerhalb von zwei Wochen. Nahles zeigte sich zuversichtlich, dass ihre Partei der Union nach Nachbesserungen am Sondierungspapier abringen kann. Die SPD hat sich Änderungen bei Job-Befristungen, in der Krankenversicherung und beim Familiennachzug für Flüchtlinge zum Ziel gesetzt. Neuen Zwist mit CSU-Landesgruppenchef Dobrindt fürchtet sie nicht: "Der Kollege Alexander Dobrindt ist auf jeden Fall professionell, ich auch... Das wird schon an diesen Fragen nicht scheitern, dass wir zu guten Ergebnissen kommen." Die Koalitionsverhandlungen starten am Vormittag.