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Koalition in Italien geplatzt: Renzi zieht zwei Ministerinnen ab | BR24

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Der Streit um die Corona-Hilfen der EU und deren Verwendung wird zum Stolperstein für die Regierung in Italien. Ex-Premier Renzi und seine Partei Italia Viva lehnen das Paket ab - Regierungskrise in Rom.

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Koalition in Italien geplatzt: Renzi zieht zwei Ministerinnen ab

Die Regierungskoalition in Italien ist geplatzt. Der kleine Koalitionspartner Italia Viva von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hat seine Unterstützung aufgekündigt und seine beiden Ministerinnen aus dem Kabinett abgezogen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Der frühere italienische Regierungschef Matteo Renzi hat am Mittwoch die Rücktritte der von seiner Partei Italia Viva gestellten Ministerinnen angekündigt. Dabei handelt es sich um Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova und Familienministerin Elena Bonetti. Wie die Nachrichtenagentur Ansa weiter berichtete, wollte auch der Staatssekretär im Außenministerium, Ivan Scalfarotto, abtreten. Mit dem Auszug der Partei Italia Viva spitzt sich die Krise der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte weiter zu.

Bündnis regierte seit September 2019

Conte hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben bereits mit Staatspräsident Sergio Mattarella über den Streit in der Koalition gesprochen. Das Bündnis regiert seit September 2019. Sollte die Regierung nach den Rücktritten stürzen, käme dem Staatschef eine wichtige Rolle bei den Entscheidungen über das weitere Vorgehen zu.

Die Differenzen in der Regierung zwischen Renzi und Conte drehten sich zuletzt um die Pläne zur Verwendung der EU-Milliardenhilfen für die Corona-Krise. Renzis Partei ist zwar winzig, aber die Regierung war zuletzt im Parlament mehrfach auf ihre Stimmen angewiesen - besonders im Senat, der kleineren der beiden Kammern.

Will Conte Neuwahlen vermeiden?

Italienische Medien vermuteten, dass Regierungschef Conte Neuwahlen vermeiden möchte. Er könnte im Parlament die Vertrauensfrage stellen und versuchen, andere Mehrheiten zu finden. Der Regierungschef selbst hatte am Mittwoch gesagt, er brauche eine solide Mehrheit für seine Regierung. Regulär sind Parlamentswahlen in Italien erst 2023 zu erwarten.

In Contes Bündnis sind die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die einst von Renzi geführten Sozialdemokraten (PD) die großen Kräfte. Hinzu kommt neben Italia Viva die zweite Kleinpartei Liberi e Uguali (Die Freien und Gleichen).

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Mitten in der Corona-Krise paltzt in Italien die Regierung: Weil Ministerpräsident Conte zu oft per Dekret regiere, zog der Chef der Kleinpartei Viva Italia, Matteo Renzi, seine zwei Ministerinnen aus dem Kabinett ab.

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Die Umbildung der Regierung sei momentan die wahrscheinlichste Lösung der Krise in Italien. Das sagte BR-Reporterin Anja Miller der Rundschau.

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