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Klöckner beklagt Personalengpässe in Lebensmittelbranche | BR24

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Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten - so die Botschaft von Ernährungsministerin Julia Klöckner und Verkehrsminister Andreas Scheuer. Allerdings sorgt unter anderem das Fehlen von Erntehelfern für Personalengpässe in einigen Bereichen.

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Klöckner beklagt Personalengpässe in Lebensmittelbranche

Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten - so die Botschaft von Ernährungsministerin Julia Klöckner und Verkehrsminister Andreas Scheuer. Allerdings sorgt unter anderem das Fehlen von Erntehelfern für Personalengpässe in einigen Bereichen.

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Wegen der Corona-Krise fehle es in einigen Bereichen der Lebensmittelbranche an Mitarbeitern, erklärte Ernährungsministerin Klöckner in der Bundespressekonferenz. So müssten zum Beispiel viele Schlacht- und Zerlegbetriebe sowie Molkereien auf Berufspendler aus Tschechien und Polen verzichten, ebenso auf Beschäftigte, die zu Hause Kinder betreuen müssten oder krank seien.

Mit Blick auf fehlende Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer sagte Klöckner, die neue Plattform, die Arbeitssuchende und Landwirte zusammenbringe, sei bereits erfolgreich. Innenminister Horst Seehofer prüfe außerdem, ob Asylbewerber ohne Arbeitsverbot aushelfen könnten. Für Studenten, Menschen in Kurzarbeit und andere Gruppen seien Zuverdienst-Regelungen gelockert worden.

Klöckner: Kein Grund für Hamsterkäufe

Klöckner bekräftigte auch noch einmal, dass Hamsterkäufe nicht notwendig seien. In Deutschland würden genug Grundnahrungsmittel erzeugt und auch verarbeitet. Es gebe keinen Grund, Lebensmittel zu horten, die "wenn man zu viel gekauft hat vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne wandern".

Ohnehin sei aber zu beobachten, dass der Kauf von stark nachgefragten Lebensmitteln wie Nudeln, Mehl und passierten Tomate etwas nachlasse. Und die Ernährungsministerin fügte hinzu: "Ich glaube, dass irgendwann unser Grundbedarf an Toilettenpapier in jedem Haushalt hoffentlich gedeckt ist für die nächste Zeit."

Scheuer: Flexibilität beim Einkauf

Auch Verkehrsminister Scheuer betonte bei der Pressekonferenz, dass die Versorgung gesichert sei. Und "wenn Müsli 1 mal aus ist, dann gibt es auch ein Müsli 2. Da muss man vielleicht auch als Käufer etwas flexibel sein", sagte er.

Für den Verkehrsbereich kündigte Scheuer einige Maßnahmen an, die Bürger entlasten und zur Sicherheit beitragen sollen. Wenn etwa das Auto zum TÜV müsse, habe das auch Zeit bis nach der Corona-Krise. Bei der Lufthansa soll künftig der Mittelplatz in den Sitzreihen freibleiben, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Und mit Taxi-Unternehmen laufen laut Scheuer Verhandlungen, dass Medikamente für Menschen in Quarantäne per Taxi ausgebracht werden können.

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Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten - so die Botschaft von Ernährungsministerin Julia Klöckner und Verkehrsminister Andreas Scheuer. Allerdings sorgt unter anderem das Fehlen von Erntehelfern für Personalengpässe in einigen Bereichen.

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