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Klinik-Mitarbeiter sollen 1.500 Euro als Corona-Prämie bekommen | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/ Jens Büttner

Nach der zweiten Corona-Welle stellt die Bundesregierung den Krankenhäusern erneut Sondermittel zur Verfügung. Davon sollen Prämien für Pflegekräfte gezahlt werden, als Entschädigung für deren Belastung.

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Klinik-Mitarbeiter sollen 1.500 Euro als Corona-Prämie bekommen

Den ganzen Tag in Schutzkleidung, psychischer und zeitlicher Stress: Klinikbeschäftigte sollen für die Versorgung von Covid-Patienten wieder eine finanzielle Anerkennung erhalten. Doch die Krankenhäuser fordern insgesamt mehr.

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  • BR24 Redaktion

Die Bundesregierung zahlt Beschäftigten von Krankenhäusern auch in diesem Jahr eine Corona-Prämie. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin mit.

Mehrbelastung durch zweite Corona-Welle

Die Kliniken seien "in allen Bereichen sehr stark belastet" und dies teilweise deutlich stärker als im Frühjahr vergangenen Jahres, sagte der CDU-Politiker. Deshalb stelle der Bund den Krankenhäusern eine Summe von insgesamt 450 Millionen Euro bereit.

Kliniken dürfen Bonus selbst verteilen

Die einzelnen Krankenhäuser sollen benennen, welche Beschäftigten durch Corona besonders belastet sind, und die Prämie in Höhe von bis zu 1.500 Euro verteilen. Dabei könnten nicht nur Pflegekräfte, sondern etwa auch Reinigungskräfte berücksichtigt werden. Kliniken mit mehr als 500 Betten sollen bei mehr als 50 Covid-19-Fällen zum Zug kommen, kleinere Häuser ab 20 Covid-Fällen.

Anerkennung für Leistung des Klinikpersonals

Bereits im vergangenen Jahr gab es mit einem im September im Bundestag beschlossenen Gesetz entsprechende Prämien. Für Kliniken mit vielen Corona-Patienten wurden 100 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Die Höhe des Bonus sollte bis zu 1.000 Euro betragen.

Beim Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst für Kommunen und Bund hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber im Oktober zudem eine einmalige Corona-Sonderzahlung für alle Beschäftigten sowie eine Pflegezulage von 70 Euro ab März 2021 beschlossen, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht werden soll.

Die Zulagen in der Intensivmedizin und für Wechselschicht wurden erhöht. Beispielsweise steigert eine 50-jährige Intensivpflegerin in Wechselschicht mit 25 Berufsjahren ihr Einkommen so von monatlich 3.850,21 auf 4.075,98 Euro brutto ab 1. April 2021 und ein Jahr später auf 4.193,50 Euro. Eine Pflegefachkraft mit sieben Berufsjahren soll dann auf 3.568,44 Euro kommen.

150.000 Corona-Patienten seit Beginn der Pandemie

Seit Beginn der Pandemie wurden in den deutschen Krankenhäusern nach Angaben der Krankenhausgesellschaft von Ende Januar rund 150.000 Corona-Infizierte behandelt. Die meisten Neuaufnahmen gab es Mitte Dezember. Über mehrere Wochen hinweg lag die Zahl der Intensiv-Patienten Ende 2020 über oder um 5.000, derzeit sind es knapp 4.000. Die Krankenhausgesellschaft hatte weitere Finanzhilfen angemahnt.

Ausgleichszahlungen reichen Kliniken nicht

Unzureichend ist aus Sicht der Kliniken ein bestehender Rettungsschirm der Koalition in der Pandemie – es gibt zwar Ausgleichszahlungen für ausgefallene Einnahmen wegen abgesagter anderer Behandlungen jenseits von Covid-19. Diese reichten aber nicht. Mit dem im September beschlossenen Krankenhausfinanzierungsgesetz hatte die Koalition den knapp 2.000 Kliniken über die Corona-Krise hinaus Milliarden-Summen zugesichert.

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