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Klingbeil über SPD-Vorsitz: "Einige machen sich noch Gedanken" | BR24

© pa / dpa / Carsten Koall

Lars Klingbeil

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    Klingbeil über SPD-Vorsitz: "Einige machen sich noch Gedanken"

    Seit fünf Wochen läuft das Bewerbungsverfahren um den SPD-Vorsitz. Aus der ersten Reihe hat noch niemand seinen Hut in den Ring geworfen. In den ARD-tagesthemen hat Generalsekretär Klingbeil begründet, warum das so ist.

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    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Kritik am Verfahren zur Suche nach einer neuen Parteispitze zurückgewiesen. "Hätten wir das alte Verfahren beibehalten wollen, dass einfach die nächsten von der Liste jetzt den SPD-Vorsitz übernehmen, dann hätten wir gar nichts ändern brauchen", sagte er in den ARD-tagesthemen.

    "Aber Politik braucht Umbrüche. Die sind jetzt da. Wir haben ein komplett neues Verfahren gewählt. Wir lassen uns jetzt die Zeit, bis wann sich alle gemeldet haben. Dann entscheiden die Mitglieder. Es wird ein spannendes Rennen." Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär

    Kommt Zeit, kommen Bewerber

    Klingbeil sagte, er gehe davon aus, dass sich noch weitere Bewerber melden. Zugleich warb er um Geduld.

    "Und jetzt machen sich einige noch Gedanken, ob sie selbst ins Rennen einsteigen. Dazu gehöre ich auch. Aber alle haben Zeit bis zum 1.9. Und da verspüre ich auch gar keinen Druck." Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär

    Personalsuche im Umfragetief

    Die SPD steht laut ARD-DeutschlandTrend derzeit bei 12 Prozent. Der Vorsitz ist nach dem Rücktritt der bisherigen Parteichefin Andrea Nahles Anfang Juni nur kommissarisch besetzt. Im Rennen um ihre Nachfolge gibt es derzeit mehrere Bewerber, darunter sind aber bisher keine Schwergewichte aus den Reihen der Minister oder Ministerpräsidenten.

    Kandidaten für den Posten, erstmals auch Teams, haben bis zum 1. September Zeit, sich zu bewerben. Der Vorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung auf einem Parteitag Anfang Dezember besetzt werden.

    "Organisierte Verantwortungslosigkeit"

    Der SPD-Politiker Matthias Machnig hatte seiner Partei zuletzt "organisierte Verantwortungslosigkeit" vorgeworfen. "Das jetzt gewählte Verfahren, in dem sich jeder auf den Vorsitz der Partei bewerben kann, demonstriert nicht Verantwortungsbewusstsein, sondern Mutlosigkeit, Ratlosigkeit und Führungslosigkeit", schrieb Machnig in einem Gastbeitrag für "Spiegel Online".