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Klimaschutz: Umweltbundesamt fordert deutlich höhere Spritpreise | BR24

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Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, sind laut Umweltbundesamt drastische Einschnitte nötig. In einem internen Papier fordert die Behörde Tempo 120 auf Autobahnen, keine Steuervorteile mehr für Diesel und den Wegfall der Pendlerpauschale.

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Klimaschutz: Umweltbundesamt fordert deutlich höhere Spritpreise

Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, sind laut Umweltbundesamt drastische Einschnitte nötig. In einem internen Papier fordert die Behörde Tempo 120 auf Autobahnen, keine Steuervorteile mehr für Diesel und den Wegfall der Pendlerpauschale.

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70 Cent mehr pro Liter Diesel und 47 Cent mehr für Benzin: Solche Preissteigerungen hält das Umweltbundesamt bis 2030 für nötig, um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine interne Studie der Behörde.

Auch Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden

Ebenso müssten alle Privilegien etwa für Dienstwagen wegfallen, heißt es in dem Papier weiter - und auch die Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden. Außerdem müsste die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde eingeführt werden.

Studie bereits im Juli erstellt - aber nie veröffentlicht

Die Klimaziele im Verkehr seien "ambitioniert, aber machbar", heiße es in dem Papier. Entscheidend sei allerdings ein Ausgleich sozialer Härten. Die Studie war laut "SZ" bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete, öffentlich wurde sie aber nie.

"Maßnahmen geeignet, um Klimaziele beim Verkehr zu erreichen"

Ob die Behörde ihre Einschätzungen publik machen darf, entscheide das Bundesumweltministerium. Man habe die Erarbeitung konkreter Vorschläge dem Verkehrsministerium überlassen wollen, heißt es der Zeitung zufolge von dort. Grundsätzlich aber seien die Maßnahmen aus der Studie "geeignet, um die Klimaziele im Verkehrsbereich zu erreichen", erklärte ein Sprecher.

Verkehr hat übelste Klimabilanz von allen Bereichen

Von allen Bereichen der Wirtschaft hat der Verkehr die übelste Klimabilanz. Während in der Industrie, der Landwirtschaft oder bei Gebäuden die Emissionen seit 1990 zurückgegangen sind, stagnieren sie hier: Die Zahl der Autos hat zugenommen, der Güterverkehr auf der Straße und die Zahl der Flüge ebenfalls.

Nach Plänen der Bundesregierung sollen die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs bis 2030 auf 98 Millionen Tonnen CO2 sinken. Zuletzt waren es aber noch weit mehr als 160 Millionen.

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Drastische Einschnitte sollen helfen, die deutschen Klimaziele zu erreichen: Höhere Spritpreise schlägt das Umweltbundesamt laut einem internen Papier vor: Den Benzinpreis bis 2030 um 47 Cent pro Liter anzuheben, Diesel sogar um 70 Cent.