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Klimaaktivisten blockieren stundenlang Kreuzfahrtschiff in Kiel | BR24

© pa / dpa / Thomas Eisenkrätzer

Aktivisten vor dem Bug der "Zuiderdam"

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    Klimaaktivisten blockieren stundenlang Kreuzfahrtschiff in Kiel

    Klimaaktivisten haben im Kieler Hafen ein Kreuzfahrtschiff stundenlang an der Abfahrt gehindert. Erst um 21.50 Uhr konnte die "Zuiderdam" mit knapp sechsstündiger Verspätung ablegen. 46 Aktivisten wurden zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen.

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    Klimaaktivisten haben am Sonntag im Kieler Hafen ein Kreuzfahrtschiff am Ablegen gehindert. Die Aktivisten hatten sich mit Booten dem am Ostseekai festgemachten Schiff genähert, wie die Polizei mitteilte. Einige kletterten auf den Bug und die Festmacherleinen des Schiffes. Andere bestiegen einen Baustellenkran, der sich auf dem Gelände des Kais befand.

    Zahlreiche Beamte und Höhenretter im Einsatz

    "Polizeikräfte aus ganz Schleswig-Holstein, Feuerwehr und Rettungskräfte sowie die Bundespolizei wurden alarmiert und zum Einsatzort entsandt", erklärte die Polizeidirektion Kiel. 46 Aktivisten wurden demnach vorübergehend in Gewahrsam genommen, unter ihnen zwei, die von Höhenrettern von Bundespolizei und Feuerwehr von dem Kran abgeseilt worden waren.

    Erst am späten Abend legte die "Zuiderdam" ab und machte sich auf die Fahrt nach Kopenhagen. Begleitet wurde das Schiff zunächst von mehreren Booten der Wasserschutzpolizei, um weitere Blockadeversuche zu verhindern.

    Strafverfahren eingeleitet

    Die festgenommenen Aktivisten wurden im Verlauf der Nacht wieder freigelassen. Weil zwölf von ihnen dann aber einem Platzverweis nicht nachkamen, seien sie erneut in Gewahrsam genommen, erklärte die Polizei. Gegen die Aktivisten wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Nötigung, des Widerstandes und des Hausfriedensbruchs eingeleitet. Verletzt wurde bei der Aktion nach Polizeiangaben niemand, die Gruppierung "Smash Cruisehit" schrieb auf Twitter hingegen von einigen Leichtverletzten. Wie viele Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff waren, konnte die Polizei nicht sagen.

    Protest gegen Umweltverschmutzung und Arbeitsbedingungen

    "Smash Cruiseshit" erklärte, man habe mit der Aktion den Schadstoffausstoß des Kreuzfahrtschiffes "Zuiderdam" unterbrechen und auf die Arbeitsbedingungen an Bord aufmerksam machen wollen. "Teilweise nur 2 Euro Stundenlohn und 72 Stunden Arbeit. Diese Ausbeutung muss aufhören!", schrieb die Organisation auf Twitter, und: "Kreuzfahrtschiffe tragen zur Erhitzung des Planeten bei - durch Rußpartikel, die sich auf Eisbergen in der Arktis absetzen, schmilzt das Eis dort noch schneller."